Neue Salzwiese am Grünen Band

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Heiko Werner und seine Männer schaffen gegenwärtig die Voraussetzungen. Nahe des Hoyersburger Grenzturmes will der BUND eine zirka einen Hektar große Salzwiese anlegen.

Hoyersburg – Von Holger Benecke. Im ehemaligen Grenzgebiet wird gearbeitet. Dort entstehen im 40. Jahr der Mauerbaus jedoch keine neuen Sperranlagen, sondern neue Biotope im Grünen Band. Mitarbeiter der Firma Werner fahren nahe des Hoyersburger Grenzturmes in dieser Woche insgesamt rund 1000 Kubikmeter Boden ab. Im Auftrag des Eigentümers. Und das ist der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Dieter Leupold, der die BUND-Koordinierungsstelle für das Grüne Band leitet, erläuterte das Vorhaben. Auf etwa einem Hektar soll ein Biotop entstehen – ähnlich dem der Dambecker Salzwiesen. Salzhaltiges Grundwasser ist bei Hoyersburg vorhanden. Die entsprechenden Arten kommen jedoch gegen die Konkurrenz des derzeitigen Bewuchses nicht an. Damit sie eine Chance haben, wird der Oberboden abgetragen.

Der BUND hat mit einem ähnlichen Projekt nahe der Buchhorst im vergangenen Jahr bereits gute Erfahrungen gemacht. So berichtete Leupold, dass sich dort Milchkraut, Strandbinse und Salzschuppenmiere angesiedelt haben. Pflanzen, die man eher am Ostseestrand als in der Altmark antrifft.

„Zurzeit sind wir dabei, mitLandwirten eine extensive Grünlandbewirtschaftung für diesen Bereich abzusprechen“, nannte Leupold den gegenwärtigen Stand. Denn das Hoyersburger Areal nahe der Bundesstraße 248 am Grünen Band soll später von Rindern beweidet werden.

Noch ist dort ein Bagger im Ensatz. „Montag haben wir begonnen und hoffen, am Freitag fertig zu sein“, sagte Heiko Werner, dessen Männer den Oberboden von den Hoyersburger Wiesen abtransportieren. Hoffen, denn gegenwärtig macht ihnen das Wetter zu schaffen. „Der Frost ist aus dem Boden raus, dafür ist nun alles klatschnass“, erläuterte Werner.

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