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Neue Philosophie bei der Deba

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Die Gesellschafter Georg Stockhammer (v.l.), Harald Reiner, Dietrich von Gruben, Matthias Teichmann und Reinhard Dehncke besichtigten die Produktion auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. © Heide

Salzwedel – Von Marco Heide. Die 190 Mitarbeiter des Fertigbäderhersteller Deba konnten am vergangenen Freitag tief durchatmen. Eine fünfköpfige Investorengruppe kaufte die insolvente Deba Sytemtechnik GmbH und ging rückwirkend zum 1. Dezember mit der neu gegründeten Firma Deba Badsysteme GmbH an den Start (wir berichteten).

Die Gesellschafter Reinhard Dehncke (Firmengründer), Dietrich von Gruben (Geschäftsführer Gornig), Georg Stockhammer (Geschäftsführer Kraiburg Relastic), Matthias Teichmann (Deba Projektierungs- und Konstruktionsabteilung) und Harald Reiner (Deba Vertriebsleiter Süddeutschland) sind die neuen Eigentümer. Mit ihnen soll eine neue Philosophie in das Unternehmen einziehen. „Wir wollen mit den Mitarbeitern sprechen, sie am Veränderungsprozess teilhaben lassen und uns Anregungen holen, was besser gemacht werden kann“, erklärte Dietrich von Gruben.

Im kommenden Jahr will das Unternehmen einen Umsatz von 18,7 Millionen Euro erwirtschaften. Das entspricht dem Niveau von 2010. Die Hälfte der benötigten Aufträge seien bereits eingegangen. In den kommenden zwei bis drei Monaten sollen die Bücher komplett gefüllt sein, blickte Reinhard Dehncke voraus. „Langfristig wollen wir wieder die 30-Millionen-Euro-Marke anpeilen, an der wir in den Jahren vor der Krise lagen“, ergänzt er.

Vor allem auf dem englischen und irischen Markt strebe Deba eine Umsatzsteigerung an, erläuterte Hans-Hermann Brünjes – seit vergangenen Freitag Geschäftsführer. Vor der Wirtschaftskrise erzielte der Bäderherrsteller rund 40 Prozent der Erlöse in Großbritannien. Dieser Markt sei im Zuge der Krise komplett weggebrochen und habe so auch die Deba in Schieflage gebracht, so Brünjes.

Alles in allem blicken die Gesellschafter, die bis auf von Gruben und Stockhammer bereits Jahre im Unternehmen arbeiten, positiv in die Zukunft. „Wir glauben an das Produkt“, sind sich alle einig.

Großen Anteil an der Deba-Rettung messen die neuen Eigentümer Insolvenzverwalter Dr. Mark Zeuner bei. „Er hat an uns geglaubt und sich beinahe als Mitarbeiter eingefügt. „Viel Hilfe kam auch von Sparkassen-Vorstand Ulrich Böther“, bedankte sich Dehncke.

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