Wie das Gesetz Unternehmer aus der Region betrifft

Neue Bonpflicht und ihre Folgen in Salzwedel

Lerches Eiscafé in der Burgstraße nutzt eine offene Kasse und ist damit von der Bonpflicht befreit.
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Lerches Eiscafé in der Burgstraße nutzt eine offene Kasse und ist damit von der Bonpflicht befreit.

Salzwedel – Das neue Jahr bringt nicht immer nur Glück, sondern häufig auch neue gesetzliche Regelungen. Seit dem 1. Januar 2020 ist Kassenbon-Pflicht angesagt – auch in Salzwedel.

Konkret bedeutet das, dass ein Kassenbon – dabei spielt es keine Rolle, wie hoch oder niedrig der Betrag ist – ausgedruckt und dem Kunden angeboten werden muss. Dieser kann den Bon zwar ablehnen, gedruckt werden muss er aber trotzdem. Damit sollen Kassenmanipulation und Steuerbetrug verhindert werden. Doch neben mehr Arbeitsaufwand wirkt sich das neue Gesetz auch nicht unerheblich auf die Umwelt aus.

Wie aber gehen Unternehmen in Salzwedel, von denen Kunden bislang keinen Kassenzettel erwarteten, mit der neuen Pflicht um? Lerches Eiscafé in der Burgstraße 1 arbeitet beispielsweise mit einem offenen Kassensystem, weshalb die neue Regelung bei ihnen gar nicht greife, wie die AZ erfährt. Beim Bäcker Steinecke, Neuperverstraße 30, sieht es anders aus. Dort wird mit elektronischen Kassen gearbeitet. Bei der Bezahlung eines belegten Brötchens kommt auch gleich die Frage: „Brauchen Sie den Kassenbon?“ Steinecke stellt den Bon aus, wird er aber nicht vom Kunden gewollt, werden die Kassenzettel behalten. So macht es auch der Dönerverkäufer gegenüber dem Eisgeschäft. Für jeden Verkauf gibt es einen Bon – nur haben will den niemand. Was vielleicht auch dem Umweltaspekt am gerechtesten wird, so können die kleinen Zettel später nicht achtlos weggeworfen werden, und der Händler hat trotzdem seiner Pflicht Genüge getan. lz

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