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Neue Bestattungsform in Salzwedel möglich

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Von: Arno Zähringer, Holger Benecke

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Stelen auf Friedhof
Die Stelenanlage auf dem Perver Friedhof: Drei sind bereits vorhanden, zwei weitere sollen folgen. Die erste Bestattung dieser Art wäre ab dem 23. Dezember möglich. © Benecke, Holger

Es ist eine schmucke Anlage geworden – auch wenn sie noch nicht ganz fertig ist. Auf dem Perver Friedhof, der der Stadt gehört, wurden drei Stelen für je zehn Gräber aufgestellt. Zwei weitere sollen noch folgen. Deren Fundamente sind bereits gegossen.

Salzwedel. Für die Stelen wurde extra eine Anlage geschaffen. Das Rondell mit Zugang soll jedoch auch noch ein paar Bänke bekommen. Trauernde und Menschen, die das Grab ihrer Lieben besuchen, haben dann die Möglichkeit, sich während des Gedenkens und der Zwiesprache mit ihren Verblichenen dort auch länger aufzuhalten.

Die Urnenstelen werden auf deutschen Friedhöfen immer beliebter. Sie stellen eine Alternative zu den üblichen Gräbern dar. Ihre Vorteile: Sie sind dauerhaft, pflegeleicht und haben eine durchaus ästhetische Eleganz, die modernen Friedhöfen gut zu Gesicht steht.

Die Friedhofsgebühren für die für Salzwedel neue Bestattungsform wurden am vergangenen Mittwoch vom Stadtrat bereits abgesegnet. Die Nischen sind für Einzel- wie auch Familiengräber vorgesehen.

Die Urnen werden in die Nischen gestellt, die dann mit einer Grabplatte mit der entsprechenden Aufschrift verschlossen werden. Eine Einzelnische kostet für fünf Jahre 774 Euro, die Familiennische für den gleichen Zeitraum 1512 Euro. Die Nutzungsdauer der Urnenstelen soll übrigens bei 20 Jahren liegen.

Der Änderungsbeschluss der Friedhofsgebührensatzung durch den Salzwedeler Stadtrat ist auch deshalb so wichtig, weil dies im nächsten Amtsblatt bekannt gemacht werden muss. Dadurch wäre dann die erste Bestattung in einer Stele in Salzwedel ab Donnerstag, 23. Dezember, möglich, erläuterte Stadtsprecher Andreas Köhler.

Bislang läge eine Anmeldung für eine Stelenbestattung vor, sprach Köhler vom Interesse. Bereits im September vergangenen Jahres hatte der Stadtrat dem Vorhaben zugestimmt.

Im Vorfeld der Entscheidung des Stadtrats erfolgte durch die Verwaltung eine Gebührenkalkulation unter Berücksichtigung der angefallenen Herstellungskosten.

Arne Beckmann (Land bis Stadt) hatte im Finanzausschuss von einer „Erweiterung der Beerdigungskultur“ gesprochen.

„Die Stelen waren ein Wunsch von Salzwedelern“, hatte sich Bürgermeisterin Sabine Blümel für das Vorhaben starkgemacht. Deshalb werde dieses zusätzliche Angebot umgesetzt. Das Geld für die beiden noch fehlenden Stelen soll im Haushaltsplan für das nächste Jahr eingestellt werden. Nach dessen Beschluss kann dann der Kaufauftrag ausgelöst werden.

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