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Netzwerkstelle Migration und Integration hat Kindern trotz Corona einiges geboten

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Von: Lydia Zahn

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Naty Mayala Ngama (v.l.) mit ihren Töchtern Preces und Valencia, Evelyn Ruppert-Schulze von der Netzwerkstelle, sowie Ehrenamtlicher Fawaz Anous beim Begegnungsfest der Vielfalt im Oktober vergangenen Jahres. © Privat

Evelyn Ruppert-Schulze wirft einen Blick auf das vergangene Jahr und verrät, was 2022 noch kommt.

Salzwedel – Evelyn Ruppert-Schulze von der Netzwerkstelle Migration und Integration des Diakonischen Werkes Altmark West wirft einen Blick auf das vergangene Jahr. 2021 musste zwar einiges aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen, dennoch konnte zu ihrer Freude der Großteil umgesetzt werden. Und auch für das Jahr 2022 sind zahlreiche Aktionen und ein neues Projekt geplant.

Die Verordnungen waren Anfang des vergangenen Jahres noch schärfer als später in den wärmeren Monaten. Organisatorisch war nicht allzu viel zu machen.

Ein Höhepunkt ist Ruppert-Schulze dennoch in Erinnerung geblieben: der Frauenkreis. „Wir haben uns für gemeinsame Gespräche getroffen. Es war schön, mal mitzubekommen, was die Frauen bewegt“, erzählt sie. Von Februar bis in die Sommermonate hinein haben sie sich einmal wöchentlich getroffen.

Im Sommer stand dann einiges an. Vor allem für die Kinder und Jugendlichen gab es viele Angebote. So ging es unter anderem zum Gut Hanum, wo die Mädchen und Jungen nicht nur theoretisches Wissen über die Pferde lernten, sondern sich auch um diese kümmern durften – putzen und striegeln, den Stall ausmisten und wer sich traute, konnte am Ende noch eine Runde reiten.

Ein besonderes Erlebnis war die Fahrt zum Heidepark Soltau. Das hatten sich die Kinder von Herzen gewünscht und die Netzwerkstelle ermöglichte es mit der Unterstützung der Peter-Jensen-Stiftung. „Das kam natürlich super an. Und wenn es nach ihnen ginge, würden wir jedes Jahr fahren. Aber das geht natürlich nicht“, sagt Ruppert-Schulze mit einem Schmunzeln.

Aber auch eine Fahrt zum Arendsee im Oktober sowie die Sommerschule begeisterte den Nachwuchs. „Für die Kinder war es nicht einfach mit dem Homeschooling, wodurch sie vieles verpasst oder nicht verstanden haben“, weiß Ruppert-Schulze. Ehrenamtlichen Helfer gaben deshalb während der Sommerferien Nachhilfe im „Eskadron“.

Für 2022 soll sich die Dauer aber verkürzen. „Sonst waren es vier Wochen. Aber vier von sechs Wochen Ferien Unterricht zu haben, ist dann doch ein bisschen viel“, erklärt Ruppert-Schulze. Deshalb soll die Nachhilfe dieses Jahr auf zwei, je nach Bedarf auch drei Wochen verkürzt werden.

Während der Wintermonate konnte unter anderem ein Ausflug in den Märchenpark und ein Adventsprogramm umgesetzt werden. Ausfallen musste hingegen ein Kulturnachmittag. „Ein paar afghanische Mädchen wollten an einem Tag ihre Kultur präsentieren. Also traditionelle Kleidung tragen, heimische Musik spielen und typisches Essen auftischen“, erklärt Ruppert-Schulze.

Doch die kulturelle Reise musste genauso wie ein Sporttag – den sich die Jungs gewünscht hatten – und ein Ausflug zum Erlebnishaus in Zethlingen ausfallen. „Wir hoffen aber, dass wir das alles 2022 nachholen können.“

Apropos 2022: Für dieses Jahr ist unter anderem eine musikalische Veranstaltung mit Pfarrer Dietrich Eichenberg aus Fleetmark und ein Seminar für die Ehrenamtlichen zur Schulung für gewaltfreie Kommunikation geplant. Außerdem soll ab März ein neues Projekt an den Start gehen. Dabei erhalten Kinder und Jugendliche, die Probleme bei der Integration haben, einen Paten.

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