Zwei neue Rundwege geplant

Naturerlebnis an den Brietzer Teichen will der BUND aufwerten

Landschaft
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Manche Wege sollen in naher Zukunft ausgeschnitten werden.
  • VonArno Zähringer
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Zwei neue Rundwege plant der BUND an den Brietzer Teichen. Nach Abschluss des Projekts sollen Wanderwege mit einer Länge von rund 5,5 Kilometern den Besuchern zur Verfügung stehen.

Salzwedel – Zwei neue Rundwege plant der BUND an den Brietzer Teichen. Dieter Leupold, Projektleiter Grünes Band Sachsen-Anhalt bei der BUND-Stiftung, hatte das Projekt vor einiger Zeit bei einer Begehung im Zusammenhang mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ angesprochen. Die Idee fiel nicht nur bei den Mitgliedern des Brietzer Ortschaftsrats auf fruchtbaren Boden.

Hintergrund: Für den nördlichen Rundweg fehlt noch die Ost-West-Verbindung entlang des Grabens gegenüber dem Wald. Diese Verbindung soll als gemähter Weg angelegt werden – und zwar mit einem Wall zu den Wiesen. Dort ist etwa auf halbem Weg ein Aussichtspunkt geplant. „Er gibt dem Besucher die Möglichkeit, das Gebiet mit neu angelegten Kleingewässern und Feuchtwiesen zu überblicken“, berichtet Johanna Mayrberger, zuständig für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Umweltorganisation, auf Anfrage der Altmark-Zeitung.

Pläne gibt es auch für den südlichen Rundweg. Dabei geht es auch um die nicht vorhandene Nord-Süd-Verbindung entlang der ehemaligen Lorenstrecke. Dort ist es auch möglich, noch erhaltene Schienen zu finden. Sie erinnern an die Zeit, als die Brietzer Teiche als Tonabbaugebiet genutzt wurden. Deshalb will der BUND die Schienen in den Rundweg einarbeiten. „Natürlich werden Tafeln entlang des Weges über geschichtliche und biologische Besonderheiten der Gegend informieren“, verrät Mayrberger.

Nach Abschluss des Projekts sollen Wanderwege mit einer Gesamtlänge von rund 5,5 Kilometern vorhanden sein. Die Kosten für das Vorhaben kann Mayrberger allerdings noch nicht genau festmachen, weil verschiedene Kostenvoranschläge für die jeweiligen Arbeiten noch nicht vorliegen. Die Finanzierung erfolgt jedenfalls durch verschiedene Fördergelder sowie mit Eigenmitteln des BUND und durch Spenden.

In den vergangenen Jahren hat der BUND im Gebiet der Brietzer Teiche neue Kleingewässer angelegt, Brutinseln geschaffen und Feuchtwiesen renaturiert. Zudem sind Beobachtungsstände, Bohlenstege und Sichtschutzwände angelegt worden, um das Gebiet für Besucher zu einem Erlebnis zu machen.

Weitere Rundwege und neue Beobachtungsstände sollen künftig dazu beitragen, die Brietzer Teiche zum Naturerlebnis auszubauen, sodass Besucher hautnah seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken können. Zeitgleich arbeitet die Organisation weiter daran, die Teiche zu einem attraktiven Biotop für diese seltenen Tier- und Pflanzenarten wie Kiebitze, Braunkehlchen, heimische Orchideen, Schmetterlinge, Fischotter und viele mehr zu entwickeln.

„Unsere Vision ist ein geschütztes Eldorado für gefährdete Flora und Fauna, die sich an den Brietzer Teichen entwickeln können. Gleichzeitig wollen wir eine Struktur schaffen, die es Besuchern erlaubt, diese zu erleben, ohne den Lebensraum zu stören“, blickt Mayrberger in die Zukunft.

Zuletzt hatte der BUND am westlichen Ende der Teiche neue Informationstafeln am Beobachtungsstand angebracht. Darauf sind 48 Abbildungen verschiedener Vogelarten zu finden. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, die bei einem Rundgang entdeckten Vögel sofort zu bestimmen und mehr über sie zu erfahren.

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