Über Martinimarkt-Gleise wächst Gras: Funkstille bei DRE und Bahnkundenverband

Natur wuchert über Visionen

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Zugewuchert – Posten 13 am Dreiländereck in Salzwedel: Dort sollen Ende Oktober Züge nach Klötze zum Martinimarkt rollen.

Salzwedel / Klötze. Erst sollten bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres Güterzüge auf der Strecke Salzwedel-Klötze rollen. Doch das Freiholzen zog sich hin.

Dann hieß es im Januar, dort sollten zum Martinimarkt in Klötze Ende Oktober Personenzüge fahren, die die Partygäste nach und von Klötze nach Salzwedel zurück bringen würden. Inzwischen ist im wahrsten Sinne des Wortes Gras über die Gleise gewachsen. Die Strecke ist wieder zugewuchert.

Gerhard J. Curth, Geschäftsführer Deutsche Regionaleisenbahn GmbH (DRE), hüllt sich in Schweigen, antwortet nicht auf Nachfragen der AZ. Ebenso Michael Schrader, Vorsitzender des Deutschen Bahnkundenverbandes Altmark-Wendland. Schrader, der bei der DRE Curths Mitarbeiter ist, hatte die Strecke für die Martinimarkt-Züge bei der DRE bestellt. Und Streckenbetreiber Curth ist nicht nur DRE-Geschäftsführer, sondern auch Präsident und Bundesvorstand Infrastruktur des Deutschen Bahnkundenverbandes. Im Januar hatten Curth und Schrader noch Visionen: In fünf bis zehn Jahren sollen die Pendler zum VW-Werk statt mit dem Auto mit der Bahn von Dannenberg, Lüchow, Salzwedel, Klötze, Arendsee usw. fahren. Das Streckennetz Dannenberg-Lüchow-Salzwedel, Salzwedel Klötze-Oebisfelde und Salzwedel-Geestgottberg soll an Wolfsburg, Braunschweig und Magdeburg angeschlossen werden. Auch für Gütertransporte gäbe es zwei Interessenten, verkündeten Schrader und Curth.

Von Holger Benecke

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