Erste Infos zum Ausbau der Ortsdurchfahrt und des Leitungsnetzes

Nächstes Großprojekt in Henningen am Horizont

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Einwohner von Henningen haben am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus einige Ausbaupläne betrachtet. Die Landesstraße 6 samt Leitungsnetz soll mittelfristig auf Vordermann gebracht werden.

Henningen – Nach vielen Jahren des Redens soll sie endlich modernisiert und ausgebaut werden – die Ortsdurchfahrt von Henningen. Am Donnerstagabend wurde das Vorhaben im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus in groben Zügen angesprochen.

Salzwedels Bauamtschefin Martyna Hartwich informierte und beantwortete erste Fragen.

So vage die Infos bislang sind – eines steht fest: Beim Ausbau in Henningen sitzen viele Parteien mit im Boot. Denn betroffen sind neben der Landesstraße 6 (Landesstraßenbaubehörde Stendal) auch Teile der Kreisstraße 1002 (Altmarkkreis). Die Nebenanlagen (Gehwege, Beleuchtung usw.) fallen in die Verantwortung der Stadt. Über die Ver- und Entsorgungsleitungen wiederum hat der VKWA (Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung) das Sagen. Dazu kommen möglicherweise weitere Interessenten wie die Telekom, um dort Leitungen zu verlegen, solange die Straße einmal offen ist.

Insbesondere das Leitungsnetz sei desolat, „solange ich denken kann“, erläuterte Hartwich den Hintergrund. Auch bei den Nebenanlagen gebe es viel nachzuholen, hieß es in Henningen.

Einen konkreten Baustart gebe es noch nicht, so die Bauamtsleiterin. Zunächst müsse die Regenentwässerung dimensioniert werden, außerdem sich alle betroffene Baulastträger an einen Tisch setzen und absprechen. Vermutlich im Sommer könnte es die nächsten Informationen geben. Sobald die Arbeiten starten, gilt eine abschnittsweise Vollsperrung als sicher, war während der kleinen Inforunde herauszuhören.

Die anwesenden Einwohner interessierten sich vor allem für die Kosten. Was nicht verwundert – angesichts aktueller Großbaustellen in Salzwedel wie dem Südbockhorn und den Diskussionen um die finanzielle Beteiligung der Anlieger. In diesem frühen Stadium könne Martyna Hartwich noch nichts Definitives sagen. Sie gab jedoch den Bürgern für den Kostenanteil der Stadt (Nebenanlagen) eine Schätzung von 210 000 Euro mit auf den Weg. Davon würden 90 Prozent auf die Henninger umgelegt. Mögliche Anschlüsse des VKWA kämen noch dazu. Wer am Ende jedoch wie viel zahlen muss, werde erst später festgelegt.

Ein Einwohner warf die Frage in die Runde, warum bei der Gelegenheit nicht die komplette Kanalisation neu gemacht werde. „Irgendwo muss ein Anfang gefunden werden“, entgegnete Ortsbürgermeister Andy Walter daraufhin.

VON JENS HEYMANN

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