Blutspende: 13 750 Lebensretter ließen sich 2011 zur Ader lassen

Der Nachwuchs fehlt

Etwa jeder zehnte Blutspender in Sachsen-Anhalt kam 2011 aus der Altmark. Insgesamt ging die Anzahl der Personen jedoch im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das Foto zeigt eine Blutspende in Wallstawe. Foto: Archiv / Heymann

Salzwedel. Blutspenden sind nötiger denn je. Auch wenn der Blutspendedienst des Landes Sachsen-Anhalt sich im vergangenen Jahr im Land auf knapp 135 000 Spender stützen konnte, so mangelt es doch vielerorts an Nachwuchs.

„Bei den Spenden verzeichneten wir 2011 einen Rückgang“, sagt Nico Feldmann. Der Abteilungsleiter Blutspendeorganisation Sachsen-Anhalt / Thüringen führt das hauptsächlich auf den demografischen Wandel und auch auf die zu wenigen spendenbereiten jungen Leute zurück.

In der Salzwedeler Region zapfte der mobile Blutspendedienst des DRK im vergangenen Jahr bei insgesamt 5 400 Männern und Frauen den dringend benötigten Lebenssaft ab. Zum Vergleich: Im Jahr davor, also 2010, kamen 5 595 Blutspender zu den Teams des DRK.

Hinzu kommen noch einmal 1480 Spender im übrigen Gebiet des Altmarkkreises Salzwedel, das das DRK betreut. Noch einmal 6 880 Männer und Frauen fanden sich vergangenes Jahr zu den Blutspendeterminen des DRK in der östlichen Altmark, also im Landkreis Stendal, ein. 2010 waren es 7 230 Ost-Altmärker, die ihren Lebenssaft gern für andere Menschen gaben.

Nico Feldmann ruft noch einmal zur Spendenbereitschaft auf. Denn mit dem medizinischen Fortschritt werden auch Jahr für Jahr mehr Blutkonserven benötigt.

Grundsätzlich kann jeder Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Ab 69 Jahre ist eine individuelle Entscheidung der Ärzte des Blutspendedienstes nötig, denn auch ältere Menschen können noch spenden.

Frauen dürfen vier Mal, Männer sogar sechs Mal innerhalb eines Jahres zur Ader gelassen werden. „Zwischen zwei Blutspenden sollte jedoch ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen“, rät Feldmann.

Er erinnert noch einmal daran, dass der Unfallhilfe- und Blutspendepass bei einem der nebenstehenden Termine nicht vergessen werden sollte. Bei Erstspendern reicht der Personalausweis oder Reisepass.

Von Holger Benecke

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