Jugendfeuerwehr-Vorsitzender Frank Rosenberg legt Amt nieder

Nachwuchs-Brandschützer erneut auf Chefsuche

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Henningen. Zehn Monate lang leitete der Riebauer Frank Rosenberg kommissarisch die 29 Jugendfeuerwehren des Feuerwehrverbandes Altmarkkreis Salzwedel. Während der Jahreshauptversammlung im Henninger Dorfgemeinschaftes gab er den Vorsitz ab. Der Posten ist wieder neu zu besetzen.

Nach dem Rücktritt von Karsten Seipke im Januar 2012 hatte Frank Rosenberg den Vorsitz kommissarisch übernommen. Bevor er von der Chefin des Kreisfeuerwehrverbandes Altmarkkreis Salzwedel, Karin Wunderlich, mit einem Geschenk aus dem Ehrenamt verabschiedet wurde, schaute der Feuerwehrmann auf die Aktivitäten des Vorjahres zurück und warf einen kritischen Blick auf die Feuerwehrarbeit.

Zum Jahresende 2012 zählte der Verband 29 Jugendwehren mit 271 Mitgliedern, davon 199 Jungen und 72 Mädchen. Mit Beginn des neuen Jahres wird es eine Jugendwehr weniger geben: Riebau hat den Dienst eingestellt. Die Zahl der Floriangruppen (13 Jungen, 15 Mädchen) ist mit Pretzier auf drei gestiegen.

Der scheidende Vorsitzende blickte auch auf die Aktivitäten im Vorjahr zurück. Ein Erfolg war nicht nur der Kinotag am 26. Februar mit 269 Teilnehmern aus 26 Jugendwehren. Auch den Verbandsausscheid im Löschangriff Nass in Vienau lobte Frank Rosenberg. Bei den Jugendwehren siegte Neulingen vor Diesdorf und Gastgeber Vienau. Mahlsdorf gewann vor Fleetmark bei den Floriangruppen. Im Bereich des Wettkampfsportes ragte neben zahlreichen anderen guten Ergebnissen der Vize-Landesmeistertitel der Kaulitz-Binder Nachwuchs-Brandschützer in Aken heraus, auch der 10. Platz der gemischten Mannschaft aus Pretzier, Groß Chüden und Riebau. Das 20. Zeltlager in Zichtau, der Verbandsorientierungsmarsch im September in Wallstawe sowie der Verbandsausscheid im Oktober in Kuhfelde komplettierten das Wettkampfgeschehen. Über allem stand der 15. Platz der Kaulitz-Binder Jugendwehr bei den Deutschen Meisterschaften im Juli in Cottbus.

Neben der Auswertung und der Jahresvorschau stand das Thema Feuerwehr-Ehrenamt auf der Tagesordnung. „Der Vorsitz der Jugendwehren ist ein Vollzeitjob. Allerdings wird er zu wenig von der Politik anerkannt und es wird auch keine Hilfe angeboten“, bemängelte Rosenberg. Für Jugendausschuss-Mitglied Volker Brauer muss die Politik mehr Anreize für die Gewinnung von Jugendlichen in der Feuerwehr schaffen. Kreisbrandmeister Torsten Schoof hat zwar auch kein Patentrezept, betonte aber, das Feuerwehr Gemeindesache ist.

Salzwedels Stadtwehrleiter Holger Schmidt plädiert für den Erhalt der Jugendwehren, denn ohne sie sterbe eine Feuerwehr aus. „Ich sehe einen positiven Trend, wir sollten am Ball bleiben und den Kopf nicht in den Sand stecken. Um Jugendwehren zu erhalten, wäre ein Zusammenschluss mehrerer Dörfer sinnvoll“, meinte er abschließend.

Von Henning Lehmann

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