Stadt Salzwedel hält sich raus, Private sind gefragt

Nachgefragt: Kein Klettern im Park

Bürgermeisterin Sabine Blümel hörte sich zusammen mit Stadträten am 16. Februar 2016 die Vorschläge für einen Kletterpark an. Doch die Initiatoren hatten weder konkrete Zahlen noch Geld.
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Bürgermeisterin Sabine Blümel hörte sich zusammen mit Stadträten am 16. Februar 2016 die Vorschläge für einen Kletterpark an. Doch die Initiatoren hatten weder konkrete Zahlen noch Geld.
  • Holger Benecke
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Salzwedel. Während es am Montagabend in der Bauausschusssitzung lediglich um das Durchwinken zweier Beschlüsse ging, brachte AfD-Vize Hanns-Michael Kochanowski in der Einwohnerfragestunde ein vergessenes Stadtthema wieder auf den Tisch.

„Ist es weiterhin geplant, im Park des Friedens einen Hochseilparkour zu errichten und in diesem Zusammenhang wieder einen Parkkiosk am Tierpark aufzubauen und zu betreiben?“, stützte sich Kochanowski auf die „Marketingwege 2030“ der Stadt Salzwedel.

Er vermisse diese Angebote für Einheimische und Touristen und erinnerte sich an 1979, als er nach Salzwedel gekommen war und immer gerne im Park flanierte. Sein Eindruck jetzt: Das schöne Areal sei nicht mehr so gepflegt wie damals, junge Leute, Familien und Ältere nutzen den großen Park kaum noch für Freizeitaktivitäten.

Für Bauausschusschef Holger Lahne (SPD / „Für Salzwedel“) ist der Park immer noch so wie 1979, sagte er. Und: „Man kann immer etwas ändern.“ Einen Kiosk werde die Stadt nicht errichten – aber wenn Private kämen ... Also abwarten. Auch der Kletterpark scheint für die Stadträte vom Eis. Initiativen gibt es nicht, dort solch ein Freizeitvergnügen aufzubauen.

Zumindest gibt es diese nicht mehr. Holger Lahne: „Der Kletterpark ist von einer Person ohne Substanz entwickelt worden – es gab keine konkreten Zahlen. Gebilde kann jeder bauen – aber Gebilde ohne Unterbau bringen nichts.“ Zur Erinnerung: Der Salzwedeler Andreas Gödecke hatte um die Jahreswende 2015/16 in Salzwedel „einen der größten Parks Norddeutschlands“ errichten wollen. Für rund 300 000 Euro. Doch die hatte er gar nicht.

In den „Marketingwegen 2030“ steht der „Bau einer Kletterstrecke (Kletterwald) oder Hochseilpark“ unter dem Punkt „Zukunft des Stadtwaldes Salzwedel“. Doch der ist inzwischen verkauft.

Von Holger Benecke

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