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Nachbarschaft kommt sich in Salzwedel näher

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Von: Jens Heymann

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Sie stoßen auf gute Nachbarschaft an. Rechts Elena und Artem Chaikovskyi, die aus der Ukraine stammen, aber bereits seit Jahren in Deutschland leben. © Heymann, Jens

Die Zeit ist scheinbar reif gewesen: Nach 15 Jahren haben die Anwohner der Morgenstraße in Salzwedel wieder ein Straßenfest gefeiert. Am Sonnabend, 25. Juni, war es so weit: Rund einhundert Menschen (bis auf drei Haushalte) machten mit, sagte einer der Organisatoren, Torsten Bieber, zur AZ. Statt Autoverkehr gab es Brunch und später Gegrilltes. Und einen Baumkuchen für den schönsten Tisch, wie es hieß. Als Juroren dienten die Kinder.

Salzwedel. In einer langen Reihe hatten sich die Anwohner mit ihren Stühlen, Tischen und Sonnenschirmen platziert. Einige konnten sich noch an die Auflage 2007 erinnern. Nun hatte es erneut den Wunsch gegeben, sich in der Nachbarschaft durch ein Fest näherzukommen.

Seit eineinhalb Jahren gehören auch Elena und Artem Chaikovskyi zur Morgenstraßen-Gemeinschaft. Ursprünglich stammen sie aus der Ukraine, leben aber schon viele Jahre in Deutschland. Die alte Heimat, Saporischschja am Dnepr im Süden des Landes, ist nicht weit von der Front des aktuellen Krieges entfernt. Bekannte und Verwandte leben dort, erzählten der Kunststoffverarbeiter und die Arzthelferin.

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Rund einhundert Anwohner der Morgenstraße sowie Gäste wurden am Sonnabend, 25. Juni, beim Fest gezählt. © Heymann, Jens

Sie selbst wollten in den vergangenen Jahren das Land besuchen, hätten es aber nicht geschafft. Möglicherweise werden sie die Orte nie wieder so sehen wie einst. Der Aufbau werde noch lange Jahre dauern, wurde es am Tisch auf der Morgenstraße kurz politisch.

Doch das Straßenfest am Sonnabend, 25. Juni, sollte ein Ort für Spaß und Fröhlichkeit sein. Eiswürfel wurden gebracht, um der Hitze kurz Einhalt zu gebieten. Denn der Tag war noch lange nicht zu Ende.

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