Anwohner sind sauer / Anrufe im Amt ergebnislos

Nach dem Regen Land unter in Salzwedel: „Ich habe mich versch... gefühlt“

An der Thälmannstraße 97 zeigen auch Schlammlöcher, wo Entsorgungsfahrzeuge gedreht haben und dadurch das provisorische Einebnen zunichtemachten.
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An der Thälmannstraße 97 zeigen auch Schlammlöcher, wo Entsorgungsfahrzeuge gedreht haben und dadurch das provisorische Einebnen zunichtemachten.

Salzwedel – „Ich habe mich versch. . . gefühlt“, sagt Klaus-Peter Krätzmer. Mehrfache Anrufe bei der Stadtverwaltung hatten nichts gebracht. Zwischen Thälmannstraße 97, den Garagen und der Ringerhalle steht nach Regenfällen immer wieder Wasser.

Seit 1993 wohnt Klaus-Peter Krätzmer dort. Seitdem säuft die Ecke regelmäßig ab.

Die AZ hatte vor einem Jahr nachgefragt. Die Antwort: „Die zuständigen Stellen des Salzwedeler Bauamtes haben den Hinweis dankend aufgenommen und werden die Lage vor Ort ansehen.“ Erstaunlich ist für die Anwohner, dass sich Bauamtsmitarbeiter die dort seit Jahrzehnten herrschende Lage erst einmal „ansehen“ müssen und die Situation nicht kennen.

Angesehen wurde sich die Sache jedenfalls, weiß Klaus-Peter Krätzmer. Und er weiß auch, dass ab und an dort Splitt breitgeschoben wurde. Was nicht viel hieß. Denn, wenn wenig später die Entsorgungs-Lkw dort drehten, waren die Regenlöcher wieder da. Doch das Schlimmste ist die tiefer liegende Stelle, die komplett vollläuft und einen kleinen See bildet. „Die Kinder müssen dort lang, wenn sie zum Bolzplatz wollen“, macht sich Klaus-Peter Krätzmer Sorgen. Einige würden allerdings auch Flaschen von den Containern ins Wasser werfen. Diese gingen dann kaputt und seien unter Wasser nicht zu sehen, weiß Krätzmer. Doch dort müssen die Autofahrer durch, wenn sie ihre Wagen in die Garagen bringen wollen. Zum Glück sind diese etwas höher gebaut, sonst würden sie auch noch unter Wasser stehen, so der Anwohner.

„Ich bin ja ein Typ, mit dem man reden kann“, sagt Klaus-Peter Krätzmer. Er und andere Anwohner hätten der Stadt auch schon angeboten, bei eventuellen Schachtarbeiten an Sonnabenden kostenlos mit zuzupacken, um endlich das Wasserloch wegzubekommen. Denn, so Krätzmer: „Das ist keine Lappalie – allein schon unter dem Aspekt der Gefahrenabwehr.“

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