Rechte Schmierereien bringt Linke auf die Barrikaden / Demonstration ab 15.30 Uhr am Bahnhof / Stadtrat schließt sich Kirche an

„Antifa-Action-Day“ läuft Sonnabend in Salzwedel

Die Antifa Burg ruft am Sonnabend, 12. Oktober, zu einem „Action-Day“ in Salzwedel auf. Und der beginnt um 15.30 Uhr am Bahnhof der Hansestadt. Verschiedene lokale Gruppen haben bereits ihre Teilnahme an der Veranstaltung angekündigt. Hintergrund sind die rechten Schmierereien in der Nacht auf den 3. Oktober in der Hansestadt.az-online.de

hob Salzwedel. Die Antifa Burg ruft am Sonnabend, 12. Oktober, zu einem „Action-Day“ in Salzwedel auf. Und der beginnt um 15.30 Uhr am Bahnhof der Hansestadt. Verschiedene lokale Gruppen haben bereits ihre Teilnahme an der Veranstaltung angekündigt.

Hintergrund sind die rechten Schmierereien in der Nacht auf den 3. Oktober in der Hansestadt. Beim Altmarkkreis wurde von den Burgern gestern eine Demonstration in Salzwedel beantragt. Diese soll von 15.30 bis 19 Uhr unter dem Motto „Rechten Konsens brechen – Rassismus bekämpfen“ laufen. Wie und wo – das müsse von den Veranstaltern mit der Polizei noch im Detail abgestimmt werden, teilte Kreis-Pressesprecherin Birgit Eurich auf Nachfrage mit.

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21-Jähriger schweigt

Diesmal ist es richtig schlimm

Staatsschutz Salzwedel und Staatsanwaltschaft Stendal konzentrieren ihre Ermittlungen derzeit auf einen 21-jährigen Wallstawer als mutmaßlichen Täter, hieß es gestern. Ob Anklage erhoben werde, müssten die Untersuchungen ergeben. Bis dahin gelte die Unschuldsvermutung, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Stendal gegenüber der Altmark-Zeitung.

Inzwischen hat sich auch der Salzwedeler Stadtrat mit einer kurzen Erklärung zu den rechten Schmierereinen positioniert. Wie Vorsitzender Gerd Schönfeld erklärte, stehen die Fraktionen des Stadtrates geschlossen hinter dem offenen Brief der evangelischen Gemeinden (wir berichteten). „Auch in den zurückliegenden Monaten hat der Schulterschluss von Bürgern, Politik, Kirchen und gesellschaftlichen Institutionen bei zahlreichen Veranstaltungen deutlich gezeigt, dass Salzwedel eine weltoffene Stadt ist, die sich braunem Gedankengut in jeder Form entgegenstellt“, verlautet die gestrige Stadtratserklärung. Und weiter heißt es in dem Papier: „Nur wenige Stunden, nachdem die Gedenktafel an der einstigen Synagoge geschändet und zahlreiche Häuser mit rechten Parolen beschmiert wurden, verurteilten Bürger der Hansestadt Salzwedel die nächtliche Aktion.“ Der Stadtrat tat es gestern – fünf Tage später.

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