Christiane Peters päppelt eine Schleiereule nach einem Unfall mit viel Geduld und Liebe wieder auf

Nach Lkw-Schock im Tierdomizil

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Die Schleiereule ist mobil, erreicht aber nicht ihre gewohnte Flughöhe. Sie wird von Christiane Peters gepflegt, bis sie wieder fit für die regionale Wildnis ist und frei gelassen werden kann.

Salzwedel. Mehrere Volieren, die extra für Fundtiere gebaut wurden, ein sicherer Garten und das Wichtigste: Eine Tierfreundin, die sich liebevoll kümmert. Christiane Peters betreut an der Großen Sankt-Ilsen-Straße eine Schleiereule.

Christiane Peters hat ein großes Herz für Tiere. 

Ein Autofahrer entdeckte sie am Straßenrand nahe Kemnitz. Und er meldete sich bei der Salzwedelerin. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass sie kein hilfebedürftiges Tier ablehnt. „Insbesondere Vögel werden immer wieder zu mir gebracht. Die Vermittlung erfolgt auch über das Salzwedeler Tierheim. Dort fehlt die Zeit“, so Christiane Peters.

Katze Lina ist ebenfalls ein Fundtier, das bei Christiane Peters lebt und inzwischen im Garten heimisch geworden ist. Sie verträgt sich auch mit den Vögeln.

Die Schleiereule erholt sich in einer kleinen Voliere. Sie kollidierte vermutlich mit einem Lkw. Das Tier ist zwar schnell und setzt immer wieder zu Flugversuchen an, doch in die Höhe kommt das Tier kaum. Hans Kubelka steht ihr zur Seite. Der Falkner hat sich die Eule genauer angeschaut, konnte keine Verletzungen an den Flügeln feststellen. Allerdings steht das Tier nicht besonders gut im Futter. Von Christiane Peters gibt es täglich drei Küken, damit die Eule wieder zu Kräften kommt. Danach geht es in eine größere Voliere, die der Eule das Fliegen auf kurzen Strecken ermöglicht, bevor das Auswildern ansteht.

Dieses Ziel hat die Salzwedelerin vor Kurzem bereits bei einer anderen Eule erfolgreich umgesetzt. Neben Vögeln bietet sie weiteren Tieren wie Igeln und Eichhörnchen ein Heim in der Not. Doch nicht immer gelingen die Rettungsversuche. Einen Eichelhäher musste die Salzwedelerin einschläfern lassen. „Es tat mir so leid, aber es ging nicht mehr. Ich konnte beim Tierarzt auch nicht dabei sein“, erzählte sie gerührt im Gespräch mit der Altmark-Zeitung.

Sie hofft, dass ihr das bei der Eule erspart bleibt. Das Tier ist übrigens derzeit nicht der einzige Gast. Auch ein weiblicher Pfau schaut vorbei. Aber nur morgens, dann ist er wieder verschwunden. „Keine Ahnung, wo sie sich den übrigen Tag aufhielt. Neulich hat sich das Weibchen auf meine Gartenliege gelegt und die Sonne genossen“, schmunzelt Christiane Peters und ergänzt: „Die Pfauendame ist aus dem Tierpark.“

Dessen Chef, Jens-Olaf Schawe, versuchte, sie zu fangen. Doch das Weibchen wollte nicht und verschwand in den Nachbargarten. Erst als der Tierparkleiter wieder weg war, kam es zurück und lässt sich immer morgens blicken.

Von Christian Ziems

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