Wasserproblem beim Feuer am Bahnhof? / Koch: „Es gab genug Tanker“

Nach dem Kaulitz-Brand: Löschbrunnen ist geplant

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Löschangriff aus luftiger Höhe: Die Salzwedeler Einsatzkräfte rückten mit Tanker und Drehleiter an. Insgesamt waren 73 Männer und Frauen mit insgesamt 14 Fahrzeugen aus Kaulitz, Arendsee, Binde, Mechau, Zießau, Kläden und Salzwedel im Einsatz.

Kaulitz. Hätte beim Brand des Kaulitzer Bahnhofes mit einem Löschwasserbrunnen in der Nähe der Schaden am Gebäude geringer ausfallen können? Hauptamtsleiter Andreas Koch verneinte gestern die Frage und verwies „auf die enormen Wassermengen, die die Tankfahrzeuge mitführten“. Dennoch mussten lange Wegstrecken bewältigt werden, erfuhr die AZ.

Teilweise aus der Ortslage wurde das Wasser geholt. Entspannung gab es auch durch den Tanker aus Salzwedel, der 8000 Liter mit an Bord hatte. Die Drehleiter erwies sich als geeignete Technik, den Brand von oben zu löschen.

Doch ein Löschbrunnen ist seit längerer Zeit geplant. „Im Zuge der Gefährdungsanalyse war festgelegt worden, dass es in dem Bereich des Bahnhofes und der Wagenburg in Kaulitz sowie im Ort Friedrichsmilde dringenden Bedarf gibt“, so Andreas Koch. „Wenn denn Menschen im Bahnhof wohnen dürfen, dann muss dort auch ein Löschbrunnen sein“, erklärte Koch und verwies auf die enorme Entfernung zu den nächsten Löschbrunnen.

Noch in diesem Jahr soll der zusätzliche Löschbrunnen am Bahnhof in Kaulitz installiert werden, hieß es gestern im Ordnungsamt. Für die Bewohner des Bahnhofes nur ein kleiner Trost: Denn der Dachstuhl stand in Vollbrand. Die Bewohner sind nach eigenen Angaben an anderen Orten im Ort untergekommen. „Die Solidarität unter den Leuten ist groß“, erklärte gestern ein Sprecher des Wohngebietes am Bahnhof.

Die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an. Die Kripo hatte das Brandgebäude dafür gesperrt.

Von Harry Güssefeld

Bilder vom Einsatzgeschehen

Flammen aus dem Bahnhof

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