Kinderärzte sind überlastet

"Mütterberatung" beginnt in Salzwedel und Gardelegen

Ein neues Projekt im Altmarkkreis. Das Vorhaben „Mütterberatung“ richtet sich an junge Eltern oder alleinerziehenden Müttern und Vätern. Ihnen sollen Fragen beantwortet und bei Problemen geholfen werden.
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Ein neues Projekt im Altmarkkreis. Das Vorhaben „Mütterberatung“ richtet sich an junge Eltern oder alleinerziehenden Müttern und Vätern. Ihnen sollen Fragen beantwortet und bei Problemen geholfen werden.
  • VonPaul William Hiersche
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Salzwedel / Gardelegen – In Salzwedel und Gardelegen beginnt demnächst ein neues Projekt. Das Netzwerk „Frühe Hilfen“ will ab dem 6. März, immer am ersten Mittwoch eines Monats, eine „Mütterberatung“ für werdende und gewordene Eltern anbieten, hieß es bei der Pressekonferenz im Salzwedeler Altmark-Klinikum.

Immer ein schöner Moment für junge Eltern, wenn sie ihren Schützling das erste Mal in dem Arm nehmen können.

Und: Damit beginnt eine schöne Zeit im Leben, denn sein Kind aufwachsen zu sehen und wie es sich entwickelt, ist einzigartig. Doch in einigen Punkten kann das Elternsein, anstrengend werden. Wenn zum Beispiel die ersten Zähne kommen oder das Baby mehrere Nächte nicht einschlafen kann. Bei Sorgen oder Fragen will die „Mütterberatung“ den Eltern tatkräftig zur Seite stehen.

Das Netzwerk „Frühe Hilfen“, Helfer und Partner in Sachen Kinderschutz, ist ein Verbund bestehend aus der Salus Altmark Holding, der DAK Gesundheit, den Familienhebammen und des Gesundheitsamtes sowie des Jugendamtes Altmarkkreis Salzwedel. „Gegründet haben wir das Netzwerk im Jahr 2013“, sagte die Koordinatorin für frühe Hilfen und Familienhebammen, Susann Meinecke.

Eine wichtige Problematik sprachen die Hebammen Babett Gerke und Cornelia Striewksi an: „Die Kinderärzte in unserer Region sind ausgelastet – könnten kaum mehr Kinder aufnehmen in ihre Kartei.“ Dies ließ selbst den Landrat Micheal Ziche staunen, der mit in der Konferenz saß. Erst vor einiger Zeit konnte er für das Altmarkklinikum eine Kinderärztin anwerben, so Ziche. „Mit dem Projekt könne man die Ärzte entlasten und jungen Eltern in Sachen Ernährung des Kindes und mehr Helfen“, knüpfte Gerke an.

Bei der „Mütterberatung“ können sich alle Eltern melden. Voraussetzung: Das Kind ist zwischen null und drei Jahre alt und besitzt ein Untersuchungsheft.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE

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