Groß Chüdener ärgert sich über Mehrkosten

Müllers Problem mit dem Müll

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Siegfried Müller hat Bio- und Restmülltonne. Mit der Folge, dass er mehr Gebühren zahlen muss. 

Groß Chüden – Viel Platz hat er nicht auf seinem Grundstück in Groß Chüden, sagt Siegfried Müller. Deshalb kompostiert er auch nicht, sondern entsorgt seinen Biomüll in der dafür vorgesehene Biotonne.

Mit der Konsequenz, dass er seine Restmülltonne nicht mehr vollbekommt, gerade einmal zwei von vier Pflichtentleerungen schafft. Die sechs Ladungen Biotonne kosten hingegen je zwei Euro extra. Der Groß Chüdener bezahlt also in Summe zwölf Euro mehr, obwohl er nicht mehr Müll produziert. Die Gebühren haben sich von rund 60 auf nun 72 Euro pro Jahr erhöht.

„In meinen Augen ist das ungerecht“, sagt der Groß Chüdener deshalb, der sich für sein korrektes Mülltrennverhalten bestraft sieht. „Irgendwo ist das nicht gut durchdacht.“ Und er vermutet dahinter vor allem einen Grund: „Es geht dabei ums Geld. Ich sehe das so.“ Damit spielt er auf Äußerungen des Kreistagsmitglieds Frank Rossau (Freie Liste) aus dem vergangenen Jahr an.

Zum hinteren Nachbargrundstück besteht bereits ein Gefälle. Daher will Siegfried Müller nicht in seinem kleinen Garten kompostieren. Weil er keinen Weg sieht, das zersetzte Material auszubringen, ohne sein Grundstück langsam, aber sicher anzuheben.

Der Mann aus Groß Chüden würde ein Verrechnungsprinzip begrüßen. Wer weniger Müll produziert, der muss auch weniger bezahlen.

VON JENS HEYMANN

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