Entsorger beginnen bereits einen Tag eher mit der Arbeit

Der Müll beherrscht das Wohngebiet

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Wüste Sperrmüllberge liegen zwischen den Plattenbauten. Immerhin: So schlimm wie im vergangenen Sommer ist es aber nicht.

Salzwedel. Eigentlich soll der Sperrmüll im Salzwedeler Wohngebiet Arendseer Straße erst heute und morgen abgefahren werden – so steht es im Abfallkalender.

Dass das in der Praxis nicht ausreicht, wissen die Mitarbeiter der Deponie GmbH seit Jahren und haben dementsprechend schon gestern mit der Arbeit begonnen. Das Wohngebiet gilt unter ihnen in Sachen Müll als schlimmste Ecke Salzwedels. Das fällt sofort ins Auge. Berge von alten Möbeln und anderem Unrat liegt auf Haufen. Und immer scheint irgendjemand darin herumzuwühlen. Die einschlägigen Transporter mit osteuropäischen Kennzeichen sind ebenfalls nicht fern und patrouillieren die Straßen nach Verwertbarem.

Mitarbeiter der Deponie GmbH fingen gestern an, den Sperrmüll aus dem Wohngebiet Arendseer Straße in Salzwedel abzutransportieren. Heute soll schweres Gerät anrücken. 

Gestern Mittag bahnte sich das Müllauto seinen Weg unter anderem durch die Hanse- und die Sonnenstraße. So schlimm wie bei der Tour im vergangenen Sommer sei es nicht, meinten die Arbeiter. Im Winter würden die Anwohner nicht so viel herausstellen – der Kälte wegen. Fairerweise muss hinzugefügt werden: Der Mülltourismus setzt dem Gebiet regelmäßig zu.

Die Entsorger von der Deponie GmbH nahmen gestern längst nicht alles mit. Elektroschrott wie Fernseher etwa blieben liegen. Die können eigentlich kostenlos abgegeben werden – nun müssen die Müllgebührenzahler aufkommen. Auch Glasflaschen haben es nicht immer bis in den Container geschafft, auch wenn dieser nur wenige Meter entfernt steht.

Heute soll schweres Gerät anrücken. Damit die Müllberge wieder aus dem Wohngebiet verschwinden.

Von Jens Heymann

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