Vierbeiner üben den Ernstfall

Monatelang konnte die Hundestaffel des DRK coronabedingt nicht trainieren

Menschen und Hunde
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Von der Salzwedeler Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes (v.l.): Torsten Mayer und Hündin Paula, Karl-Heinz Schmidtke mit Ksenia, Cindy Wolff und ihr Hund Finja sowie Andreas Speck mit Mex.
  • VonLydia Zahn
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Anlässlich des Welthundetages vor knapp einer Woche begleitete die AZ die Salzwedeler Hundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes gestern erneut beim Training. Dieses war coronabedingt jedoch lange Zeit nicht möglich. „Das ist Ausbildungszeit, die fehlt“, weiß Bereitschaftsleiter Andreas Speck.

Salzwedel – Ganz aufgeregt und voller Vorfreude warteten die Hunde darauf, dass es endlich losgehen kann. Doch erst einmal stand ein Spaziergang zur Beruhigung der Vierbeiner an. Spielerisch tobten sie umher und jagten sich nach. Währenddessen erzählte Speck im Gespräch mit der AZ: „Von November bis April hatten wir durch die Corona-Pandemie Trainingsstopp.“ Und auch Einsätze hätte es zu der Zeit nicht gegeben. Umso mehr freuten sich die Mitglieder und ihre Vierbeiner darüber, als es wieder losging.

Hündin Finja (4) kurz bevor sie losläuft: Auf dem Trainingsplan stand erst einmal die offene Anzeige.

Jeden Sonntag wird in Wäldern in der ganzen Altmark für den Ernstfall trainiert. Kaum war die Zwangspause vorbei, nahmen sie die wöchentlichen Treffen wieder auf. Zusätzlich trifft sich die Gruppe wieder seit August mittwochs auf einem Platz zum Üben der Unterordnung. Auch dieses Training war zeitweise der Pandemie zum Opfer gefallen.

Ksenia ist von den vier Hunden die einzige Rückverweiserin. Sie pendelt zwischen „Opfer“ und Hundeführer.

Gestern stand auf dem Schwarzen Berg die Flächensuche auf dem Plan. Begonnen wurde mit der offenen Anzeige. Das heißt, der Hund sieht sein zu suchendes „Opfer“ bereits, welches beim Training durch die Mitglieder dargestellt wird. Paula, Finja und Mex sind Verbeller. Sie schlagen also an, sobald sie die gesuchte Person gefunden haben. Ksenia als Rückverweiserin pendelt zwischen ihrem Hundeführer Karl-Heinz Schmidtke und dem „Opfer“ hin und her.

Mex (6) bellt, was das Zeug hält: So macht er seinen Hundeführer Andreas Speck auf sich und die gesuchte Person aufmerksam.

Das sich das Training bezahlt macht, zeigt sich immer wieder, wenn die Salzwedeler Hundestaffel zu Einsätzen gerufen wird. Jüngst wurde ihre Hilfe wegen einer vermissten Person im Bereich Mieste angefordert. Neun Stunden lang wurde gemeinsam mit der Bereitschaftspolizei erfolglos gesucht. „Es war ein sehr schwieriges Gebiet und eine schlechte Wetterlage“, erinnert sich Speck. Zuvor hatte das Team im September einen Einsatz. Zwar konnte die Person nicht gefunden werden, jedoch tauchte sie einen Tag später wieder auf. „So ist es meistens“, weiß Mitglied Torsten Mayer.

Bei der Hundestaffel ist Zuwachs immer gern gesehen. „Wir suchen stetig neue Mitglieder“, verdeutlicht Mayer. Zurzeit besteht die Staffel aus zehn Mitgliedern sowie fünf Hunden.

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