Stadt lässt einmal im Jahr ausbessern

Modderpisten auf dem Fuchsberg: Keine dauerhafte Lösung in Sicht

Als „unbefestigte Nebenanlage“ stuft die Stadt den Sandweg neben der Kollwitz-Straße ein.
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Als „unbefestigte Nebenanlage“ stuft die Stadt den Sandweg neben der Kollwitz-Straße ein.

Salzwedel – Die Wege auf dem Salzwedeler Fuchsberg sorgen für Unmut. Anwohner, Berufsschüler und Lehrer, die dort mit dem Fahrrad unterwegs sind, müssen sich dort durch einen Pfützen- und Modderslalom kämpfen.

Besonders schlimm ist es auf dem Weg von der Winckelmannstraße zur Berufsschule beziehungsweise zur Käthe-Kollwitz-Straße.

Die größte Modderpiste auf dem Fuchsberg. Dort absolvieren die Nutzer einen täglichen Slalom.

Doch auch der Weg von der Bundesstraße 190 parallel zur Käthe-Kollwitz-Straße in Richtung ehemaliger Kaufhalle ist nur ein Sandstreifen. Begegnungsverkehr unter Radlern nicht möglich. Eigentlich beginnt das Problem schon an der Winckelmannstraßeneinmündung von der B 71 in Richtung Fuchsberg. Dort fehlen Geh- und Radweg. Allerdings nur bis auf Höhe Einmündung Ludwig-Frank-Straße. Denn ab dort existiert wieder ein Gehweg.

„Nicht vorhanden“: Ja, eben

Die Stadt, die für das Wegenetz verantwortlich ist und dieses durch den Bauhof in größeren Abständen auf Vordermann bringen lässt, differenziert die Pisten lediglich. Auf Nachfrage der AZ wurde im Rathaus festgestellt, dass „im Bereich Winckelmannstraße kein separater Radweg vorhanden“ sei. „Ja eben“, schütteln die Nutzer der Straße den Kopf. Trotz des nicht unerheblichen Radfahrerverkehrs, auf den ein Großteil auf Berufsschüler fällt, die meist alle zur gleichen Zeit dort unterwegs sind.

Jährliche Schönheitskuren

Ab der Einmündung Ludwig-Frank-Straße fehlt der Gehweg neben der Winckelmannstraße.

Weiter wird festgestellt, dass der Geh- und Radweg von der Winckelmannstraße zur Berufsschule „eine unbefestigte Zuwegung“ sei, „die in der Vergangenheit mit Beleuchtungsanlagen ausgestattet wurde“, die aber oft nicht funktionieren. Die Piste zur Kaufhalle stuft die Stadt ebenfalls als „unbefestigte Nebenanlage“ ein. Und der Radweg von der Winckelmann- zur Käthe-Kollwitz-Straße sei von der Straßenbaubehörde angelegt worden.

So weit die Feststellungen, die die Nutzer jedoch herzlich wenig interessieren. Sie wollen nur trockenen Fußes und auch sauber an ihr Ziel bzw. nach Hause gelangen.

Und eine Verbesserung der Gesamtsituation? „In Jahresabständen werden an den unbefestigten Fußwegen notwendige Reparaturen vorgenommen. Daher bedankt sich das Bauamt für den Hinweis und wird entsprechend tätig werden, sodass Schlaglöcher und ähnliches ausgebessert werden“, hieß es auf Nachfrage der Altmark-Zeitung aus dem Rathaus. Keine dauerhafte Lösung.

VON HOLGER BENECKE

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