Altmarkkreis will weiter investieren / Kreditaufnahme nötig

7,5 Millionen Euro für Gebäude und Straßen

+
Die Arbeiten an der Kreisaußenstelle in Gardelegen gehen weiter. 2016 sollen noch einmal 1,1 Millionen Euro in das Gebäude an der Philipp-Müller-Straße fließen.

Altmarkkreis. Der Umbau der Kreisverwaltung, Außenstelle Gardelegen, bleibt auch 2016 das größte Bauprojekt des Altmarkkreises. Noch einmal 1,1 Millionen Euro sollen investiert werden.

Dies geht aus dem aktuellen Entwurf des Haushaltes 2016 hervor, der in den nächsten Wochen von der Kommunalpolitik diskutiert wird. Zu den weiteren Posten beim Hochbau gehört die Kreisvolkshochschule Salzwedel. Dort soll die begonnene Sanierung mit weiteren 405 000 Euro abgeschlossen werden. Dazu gehört auch der Einbau eines Fahrstuhls.

Die Arbeiten am Jobcenter Klötze sollen im nächsten Jahr beginnen. Zunächst rückt die Wärmedämmung in den Blickpunkt (850 000 Euro). 2017 soll die Heizungsanlage auf Vordermann gebracht werden. In der Sekundarschule „Am Drömling“ Mieste gilt es bereits 2016 den Brandschutz für 120 000 Euro auf den neuesten Stand zu bringen. Die Ganztags-Gemeinschaftsschule Lessing Salzwedel bekommt für 100 000 Euro einen dritten Geräteraum in der Sporthalle.

Bei den Straßen stehen unter anderem die Ortsverbindung Bombeck-Osterwohle und die Ortslage Kakerbeck auf der Prioritätenliste. Hinzu kommen 1,2 Millionen Euro für bewegliches Vermögen.

Insgesamt sollen 7,5 Millionen Euro investiert werden. Um dies zu realisieren, muss ein Kredit von zwei Millionen Euro aufgenommen werden. Da aber 2,6 Millionen Euro getilgt werden, sinkt die Gesamtverschuldung leicht. Diese soll Ende 2016 bei 34 Millionen Euro liegen (2015 /34,6 Millionen Euro). Zum Vergleich: 2009 waren es noch 54 Millionen Euro. Damit würde der Schuldenstand pro Einwohner Ende 2016 400,03 Euro betragen – so niedrig wie nie in der Geschichte des Altmarkkreises Salzwedel. Der Liquiditätskredit bleibt trotz dieser positiven Entwicklung weiter unverzichtbar. Denn er sichert die Zahlungsfähigkeit des Kreises, da zum Beispiel Fördermittel nicht sofort nach der Bewilligung fließen und in Vorleistung gegangen werden muss. Laut Haushaltsentwurf ist die Kassenliquidität über das gesamte Jahr 2015 angespannt. Nur an sechs Tagen im Juni wurde dieser Kredit nicht in Anspruch genommen. Der vom Kreistag beschlossene Höchstbetrag von 17 Millionen Euro wurde bisher nicht in Anspruch genommen. Der höchste Stand wurde im April erreicht (zehn Millionen Euro).

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare