Ein Menschenleben wurde gerettet

90-Jähriger lag mit gebrochener Hüfte in seinem brennenden Haus

Die Drehleiter aus Salzwedel kam zum Einsatz. Die Retter drangen über die Rückfront ins Gebäude ein.
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Die Drehleiter aus Salzwedel kam zum Einsatz. Die Retter drangen über die Rückfront ins Gebäude ein.

Büssen – Schwarze Rauchschwaden umgeben das Haus in Büssen Nummer 40. Gegen 20. 08 Uhr melden Nachbarn den Brand im Einfamilienhaus. Sie hatten zuerst den Rauchmelder gehört und dann Flammen gesehen. Der Eigentümer soll sich noch in dem Gebäude befinden. Großalarm.

Die Brandbekämpfer lüften das Haus durch und rücken ab.

83 Feuerwehrleute eilen mit 14 Einsatzfahrzeugen und einem Rettungswagen nach Büssen. Die Angriffs-trupps dringen sofort in das Haus ein. Im Wohnzimmer stehen sie in hüfthohen Flammen. Überall dichter Rauch. Sie finden den 90-jährigen Hauseigentümer und bringen ihn ins Freie. Dort übernehmen sofort die Rettungssanitäter. Sie versorgen den Schwerverletzten – er hat eine gebrochene Hüfte, und es besteht der Verdacht einer Rauchgasvergiftung – und bringen ihn ins Krankenhaus.

Blaulicht in ganz Büssen: 14 Einsatzfahrzeuge und ein Rettungswagen sind angerückt.

Derweil sind weitere Angriffstrupps den Flammen zu Leibe gerückt. Durch die geballte Feuerwehr-Schlagkraft konnte ein Ausbreiten des Feuers verhindert werden. Gegen 21.30 Uhr war der Brand gelöscht. Die Wehren rücken nach und nach ab. Feuerwehrleute setzten Lüfter ein, um die Rauchgase aus dem Haus zu blasen. Stadtwehrleiter Holger Schmidt, der ebenfalls vor Ort war, schätzt ein: „Es war schlimm. Als wir hier ankamen, war schon alles verraucht.“ Die Retter verschafften sich Zugang zum Gebäude über dessen Hinterfront.

Die Polizei vermutet, dass das Feuer durch einen Kurzschluss in einem alten Röhrenfernseher ausgebrochen sei. Der Schaden wird auf etwa 30.000 Euro geschätzt.

VON LYDIA ZAHN

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