Unterhaltungsverband erhält 417.000 Euro für Jeetze-Projekt bei Kuhfelde

Mit dem meisten Wasser an der Mühle vorbei

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Der größere Teil des Jeetze-Wassers soll künftig an der Kuhfelder Mühle vorbeigehen, damit der Fluss dort für Fische durchgängig wird.

Salzwedel. Dem Unterhaltungsverband „Jeetze“ stehen 417 000 Euro zur Verfügung, um den schlechten ökologischen Zustand der Jeetze bei Kuhfelde bis 2019 – so sieht der aktuelle Zeitplan aus – zu verbessern.

Umweltstaatssekretär Klaus Rehda (Grüne) übergab gestern in Salzwedel den Fördermittelbescheid an den „Jeetze“-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Albrecht.

Umweltstaatssekretär Klaus Rehda (r.) übergab den Fördermittelbescheid gestern an Jürgen Albrecht vom Unterhaltungsverband „Jeetze“. 

Bei Kuhfelde wird der Flusslauf derzeit noch durch zwei Hindernisse unterbrochen. Zum einen durch die dortige Mühle und zum anderen durch die Stauanlage 120. Durch die geltende Wasserrahmenrichtlinie soll erreicht werden, dass das Fließgewässer für Fische und andere Tiere wieder durchlässig wird. Der Unterhaltungsverband will dazu ein Umgehungsgewässer an der Straße zwischen Kuhfelde und Schieben schaffen. So soll einerseits die gewünschte Durchgängigkeit erreicht werden, die Mühle aber andererseits noch genügend Wasser erhalten. Eine Staumöglichkeit zum angrenzenden Hainholzgraben soll ebenfalls bestehen bleiben.

Das Projekt in Kuhfelde ist eines von mehreren, die der Unterhaltungsverband angeschoben hat bzw. anschieben will. Mit den Fördermitteln, die aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) kommen, können einhundert Prozent der Kosten erstattet werden, hieß es gestern.

Da die Maßnahme etwas größer als üblich ausfalle, werde der Verband angrenzende Flächen kaufen müssen und diese anschließend an die öffentliche Hand abtreten, blickte „Jeetze“-Geschäftsführer Uwe Heinecke voraus. Für das Kuhfelder Jeetze-Projekt sei er jedoch guter Dinge, meinte er und kritisierte gleichzeitig die hohen bürokratischen Anforderungen, die mit EU-Fördermitteln einhergingen.

Am Unterlauf der Jeetze gibt es weitere Hindernisse. So an der Dambecker Mühle, Staus bei Sienau und Kricheldorf sowie in Salzwedel. In Niedersachsen sei der Fluss bereits durchgängig, hieß es.

Von Jens Heymann

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