Appell an Dorfbewohner

Mehrzweckgebäude Stappenbeck kaum genutzt: Leise Angst vor dem Verkauf

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Altes Mobiliar, kaum Interesse: Das Mehrzweckgebäude in Stappenbeck erfreut sich keiner großen Beliebtheit und steht deshalb meistens leer. Nun steht der Gedanke eines Verkaufs im Raum, sollte sich nichts ändern.

Stappenbeck – Damit hatte Ortsbürgermeister Heiko Genthe nicht gerechnet: Bei einer Begehung des Stappenbecker Mehrzweckhauses mit Vertretern der Stadtverwaltung wollte er eigentlich auf verbesserungswürdige Stellen hinweisen.

Doch stattdessen wurde ihm gesagt, dass es Überlegungen gebe, das Haus zu verkaufen. Nämlich in dem Fall, falls die Nutzung nicht zunehme.

Die Stühle haben noch immer ihre Garantieurkunde aus längst vergangenen DDR-Zeiten unter der Sitzfläche.

Genau das ist der springende Punkt: Bis auf den örtlichen Romméklub scheint sich nur selten jemand für das Mehrzweckgebäude zu interessieren. Feiern fänden dort nur sporadisch statt, erfuhr die AZ auf Nachfrage.

Die sind dort scheinbar auch wenig attraktiv. Zwar gibt es einen schönen, großen Raum, doch dort mieft eine notdürftig befestigte Auslegware. Alte Stühle und Tische schrammen über den Fußboden. Einen Tresen gibt es nicht.

Dennoch: Einen möglichen Verkauf will Heiko Genthe nicht hinnehmen. „Unter meiner Amtszeit werde ich nicht dazu beitragen, dass das Haus verkauft wird“, meint er. Und appelliert zugleich an die Einwohner der Ortschaft, mehr Gebrauch vom Haus zu machen. Sonst könnte es tatsächlich eines Tages zu spät sein.

VON JENS HEYMANN

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