Container im Garten / Nach Sanierung des Osttrakts soll der Westteil fallen

Mehrgenerationenhaus wird Schule

Der Ostteil (rechte Hälfte) des Mehrgenerationenhauses soll vorübergehend Perver- und Lessing-Grundschüler aufnehmen und saniert werden. Weitere Schulcontainer sollen auf dem Gelände aufgestellt werden. Der Westtrakt des Gebäudes soll nach Abzug der Schüler im nächsten Jahr abgerissen werden. Luftbild: Fotostudio Wunberger
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Der Ostteil (rechte Hälfte) des Mehrgenerationenhauses soll vorübergehend Perver- und Lessing-Grundschüler aufnehmen und saniert werden. Weitere Schulcontainer sollen auf dem Gelände aufgestellt werden. Der Westtrakt des Gebäudes soll nach Abzug der Schüler im nächsten Jahr abgerissen werden.

Salzwedel – Nach 37 Jahren ist endlich Hoffnung in Sicht, dass das Mehrgenerationenhaus (MGH) saniert werden könnte. Einen entsprechenden Vorschlag unterbreitete Bürgermeisterin Sabine Blümel am Mittwoch im Hauptausschuss.

Hintergrund ist das erneute Bekenntnis der Stadt zum MGH. Dafür müssen acht Jahre lang 5000 Euro zur Verfügung stehen, dann finanziert auch der Bund mit. Weitere 60 000 Euro fließen jährlich in den Jugendclub im MGH. In acht Jahren käme so rund eine halbe Million Euro zusammen, rechnete Blümel vor und blickte besorgt auf den maroden Bau.

Ein weiterer Umstand lässt die Stadt dann noch eine weitere Fliege mit der gleichen Klappe schlagen. Die Perver- und Lessing-Grundschule sollen ebenfalls saniert werden. Dazu wollte die Stadt während der Bauarbeiten Container für den Schulunterricht auf dem Gelände der ehemaligen Jeetze-Landschaftssanierung aufstellen lassen. Diese sollen nun auf das Areal des MGH kommen.

Dabei würden nicht so viele Container benötigt, weil der Ostteil des MGH mit genutzt werden könnte, erläuterte Blümel. Die dadurch eingesparten Kosten könnten zur Sanierung des Hauses verwendet werden. Zudem sei in diesem Bereich auch der Keller trocken und die Heizungsrohre zum Westteil könnten problemlos gekappt werden.

Denn dieser Trakt soll im nächsten Jahr, wenn die Schüler nach Abschluss der Arbeiten an ihren Bildungseinrichtungen wieder an die Sankt-Georg- und die Thälmannstraße zurückgezogen sind, abgerissen werden. Das, so Blümel, könne über das Förderprogramm Stadtumbau-Ost geschehen und werde zu 100 Prozent gefördert.

Hauptamtsleiter Matthias Holz entwickelte auch schon den Plan: An der Perver-Schule sollen die Arbeiten in den Sommerferien beginnen, danach könnten die Schüler zum MGH umziehen. An der Lessing-Grundschule wird schon gearbeitet, die Schüler sollen nach den Winterferien ins MGH umziehen. Damit hätte man keinen Druck, dass die Immobilie nicht durchhalte, wenn die Stadträte sich zur Acht-Jahre-Finanzierung bekennen, so Holz. Die Abgeordneten sahen das genauso und stimmten zu. (VON HOLGER BENECKE)

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