Derzeit nur 108. Platz von 144

Mehr Schallschutz? Pretzier könnte in der Prioritätenliste der Bahn klettern

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Die Pretzierer haben sich an die Gleisbauarbeiten an der Amerikalinie im Dorf gewöhnt. Nur beim Schallschutz hapert es. Die Deutsche Bahn führt Pretzier bislang nur auf Platz 108 von 144, stellte aber Verbesserungen in Aussicht.

Pretzier / Salzwedel. Donnernde Güterzüge in der Nacht, Baustellen an den Gleisanlagen und eine Bürgerinitiative „Amerikalinie“, die faktisch vor der Auflösung steht – bislang gab es für Pretzier in Sachsen Eisenbahn nichts zu gewinnen.

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Doch nun hat Bahn-Manager Andreas Ecker beim Thema Schallschutz leichte Hoffnung gemacht. Pretzier befinde sich zwar derzeit in der Prioritätenliste für Schallschutz nur auf Platz 108 von 144 bundesweit, rutsche jedoch automatisch weiter nach vorne, erläuterte Ecker auf Nachfrage der AZ. Denn das zu erwartende Plus an Zugverkehr durch den zweigleisigen Ausbau der Strecke Stendal-Uelzen werde stärker als bisher gewichtet. Allein durch den Ausbau der Teilstrecke Hohenwulsch-Salzwedel könnten laut Bahn bis zu zehn Güterzüge je Richtung mehr fahren. Hinzu komme, so Ecker, dass höher priorisierte Schallschutzprojekte irgendwann abgearbeitet sind. Der deutsche Konzern veranlasst gleichzeitig die Modernisierung der Schienenflotte. Mittlerweile seien 14 Prozent aller Waggons mit neuen, leiseren Komponenten ausgestattet, erklärt Michael Wuth, ein weiterer Bahn-Manager. Bis 2020 sollen alle Transportwagen umgerüstet sein – auch bei Drittfirmen. Sonst will die Bahn einen höheren Trassenpreis verlangen – 2,5 Prozent Aufschlag.

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