Salzwedeler Gesundheitsamt initiiert weitere Selbsthilfegruppen

Mehr soziale Hilfe für Menschen im Altmarkkreis

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Alkohol und Depressionen können einher gehen. Im Altmarkkreis gibt es mehrere vom Gesundheitsamt betreute Selbsthilfegruppen, die sich des Themas annehmen. Eine Neue entsteht derzeit in Gardelegen.

Altmarkkreis. Der sozialpsychiatrische Dienst des Gesundheitsamtes hat sich weitere Angebote für Menschen, die in psychosozialen Notlagen geraten, auf die Fahnen geschrieben.

Ab September wird es neben den bestehenden Selbsthilfegruppen in Salzwedel und Gardelegen weitere Möglichkeiten geben. Dies kündigt der Kreis in einer Pressemitteilung an. Konkret entsteht eine weitere Selbsthilfegruppe für Alkoholkranke in Gardelegen. Regelmäßige Treffen sollen dabei helfen, die Krankheit gemeinsam zu bewältigen.

Als Ort für dieses Gespräch können Räume des Gesundheitsamtes genutzt werden. Dabei gehe es auch darum, dass Selbstvertrauen zu stärken. Im Fokus steht aber nicht nur der Alkohol. Auch Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depressionen, an Psychose erkrankte Altmärker oder Betroffene mit Trauer- sowie Einsamkeitserleben bekommen Hilfe. Zudem nutzen Angehörige psychisch Erkrankter die Angebote. Angeleitet werden diese Gruppen durch die Mitarbeiterinnen des sozialpsychiatrischen Dienstes Anett Jähn, Claudia Kwiatkowski, Kathrin Struhs und Mandy Ludwig.

Die neue Gruppe für Alkoholkranke nimmt ihre Arbeit am 4. September auf. Wer an einer Teilnahme interessiert ist, kann sich an Mandy Ludwig unter Tel. (03 901) 84 09 12 wenden. In der Gardelegener Außenstelle des Gesundheitsamtes können sich auch Betroffene von Depressionen einer bereits bestehende Gruppe anschließen. Diese trifft sich dort alle zwei Wochen dienstags um 16.30 Uhr. Die nächste Möglichkeit, vorbei zu schauen, besteht am Dienstag, 28. August.

Der Sozialausschuss des Altmarkkreises beschäftigt sich mit diesen Themenlagen am Mittwoch, 27. August. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Konferenzraum Kalbe der Kreisverwaltung. Dort wird über einen neuen Sozialplan diskutiert. Im derzeit noch aktuellen Papier aus dem vergangenen Jahr wird deutlich, der Alkohol ist ein Hauptproblem. Zwar können nur die Betroffenen erfasst werden, die sich auch helfen lassen – doch dort sind die Zahlen eindeutig. Mehr als 70 Prozent der Ratsuchenden bei der Sucht- und Drogenberatung haben mit Alkoholproblemen zu kämpfen. Dies betrifft vor allem Männer. Die Hälfte befindet sich im Lebensbereich zwischen 45 und 65 Jahren und ist ledig. Viele von ihnen sind auf verschiedene finanziellen Hilfen des Staates angewiesen.

Von Christian Ziems

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