Altmarkkreis stockt auf / Lohnkosten steigen um sieben Prozent

Mehr Personal für weitere Aufgaben und neues Amt

Blick auf das Innovations- und Gründerzentrum Salzwedel: Der Eigenbetrieb wird aufgelöst, Haus und Aufgaben von der Kernverwaltung des Kreises übernommen. Auch die acht Angestellten werden künftig dort beschäftigt sein. Luftbild: Fotostudio Wunberger
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Blick auf das Innovations- und Gründerzentrum Salzwedel: Der Eigenbetrieb wird aufgelöst, Haus und Aufgaben von der Kernverwaltung des Kreises übernommen. Auch die acht Angestellten werden künftig dort beschäftigt sein.

Altmarkkreis. Die Kosten für Personal werden beim Altmarkkreis 2017 im Vergleich zu diesem Jahr um etwa 1,9 Millionen Euro steigen. Dies geht aus dem aktuellen Haushaltsentwurf hervor.

Dort ist auch vermerkt, warum sich dieser Bereich um sieben Prozent nach oben entwickelt. Zudem gibt es eine neue Struktur. Der Eigenbetrieb IGZ (Innovations- und Gründerzentrum), der unter anderem für die Personenverkehrsgesellschaft zuständig ist, wird aufgelöst. Die Aufgaben werden künftig innerhalb der Kernverwaltung absolviert, das Personal übernommen. Damit gilt es zum Beispiel, eine höhere Effektivität zu erreichen. Außerdem wird gerade ein neues Amt für Kreisentwicklung aufgebaut.

Ein weiterer Grund für steigende Ausgaben beim Personal sind Tarifverhandlungen. Im Jobcenter hat sich die Zahl der Beauftragten, Coaches und Koordinatoren in vergangenen Jahren deutlich erhöht. Zum Teil werden die Stellen durch das Land gefördert. Kreisanteil: 420 000 Euro.

Für den Haushalt 2017 bedeutet dies: 26,5 Millionen Euro fließen in den Personalbereich. Dies ist der höchste Betrag seit Jahren. 2012 waren es zum Beispiel knapp 21 Millionen Euro. Ein Blick auf den Plan zeigt zudem: Aus 453 Stellen (2016) werden 461. Der größte Posten macht die Kreisverwaltung aus. Dort sind es 50 Beamtenstellen und 308 tariflich Beschäftigte. Knapp ein Viertel des Personals arbeitet in anderen Einrichtungen, für die der Altmarkkreis zuständig ist. Dazu gehören auch Museen, Volkshoch- und Musikschule sowie das Wohnheim an der Amtsstraße. Zudem gehören Schulsekretärinnen, Hausmeister und Hallenwarte dazu. Im Stellenplan werden Kreisstraßenmeistereien und Feuerwehrtechnisches Zentrum berücksichtigt.

Von Christian Ziems

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