Mann aus Lüdelsen fällt nicht auf Betrugsmasche herein

LÜDELSEN - Ein Mann aus Lüdelsen erhielt in den vergangenen tagen die freudige Nachricht 50.000 Euro gewonnen zu haben. Eine Sicherheitsfirma, die ihm den Gewinn zu Hause vorbeibringen sollte, ließ den vermeintlichen Preisträger stutzig werden. Er verständigte die Polizei.

Ein Mann aus Lüdelsen erhielt am 26. März gegen 9.30 Uhr einen Telefonanruf. In diesem wurde ihm mitgeteilt das er sich über einen Gewinn in Höhe von ca. 50.000 Euro freuen könnte.

Die hochdeutsch sprechende Frau verwies auf ein Gewinnspiel einer wissenschaftlichen Zeitschrift, bei der er unter drei Gewinnern den zweiten Rang erreicht hätte. Damit würde ihn ein Gewinn von 49.730 Euro erwarten.

Am Donnerstag würde ihm eine Sicherheitsfirma das Geld zu Hause überreichen. Im Gegenzug hätte er lediglich einen Aufwand von ca. 700 bis 900 Euro zu zahlen. Ein Anruf für Donnerstag wurde angekündigt, bei dem dann geklärt werden sollte, wann der Gewinn überbracht wird. Da dem Mann diese Geschichte nicht seriös vorkam, wandte er sich an die Polizei.

Dort wurde er über das weitere Vorgehen beraten. Am Donnerstag ging dann erneut ein Anruf ein. Ein Herr teilte mit, dass dem Geldtransport nun nichts mehr im Wege stehen würde und der Gewinner nur noch acht "Paysafe"-Karten im Wert von je 100 Euro kaufen solle. Dies sollte die Aufwandsentschädigung für die Security-Bediensteten vom Geldtransport sein.

Als der Mann dann erklärte, dass er die Karten persönlich übergeben wolle, meldete sich kurze Zeit später ein angeblicher Mitarbeiter von "Paysafe" und versuchte die Kartennummern zu erfragen. Da dies nicht gelang, erklärte der Mitarbeiter, das man sich wohl nicht einigen könne und der Geldtransport seines Gewinns nicht stattfindet.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dieser oder ähnlich angelegten Betrugsmaschen. Spätestens wenn der „Gewinner“ aufgefordert wird, vor der Lieferung eines Geldbetrages oder einem hochwertigen Pkw Gebühren oder Aufwand zu entrichten, sollten alle Alarmglocken läuten.

Bürger sollten sich auch nicht von angeblichen Rechtsanwälten, Notaren oder Prominenten täuschen, die Seriosität vermitteln sollen.

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