VKWA will in Ritze das Abwassernetz modernisieren / Drei Bauabschnitte, auch Vollsperrungen

Bauarbeiten in Ritze: Mammutprojekt beginnt im Mai

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Planer Michael Schulze erläutert die dreistufige Sanierung des Ritzer Abwassernetzes mit Anschluss an das Salzwedeler Klärwerk. Die Bauarbeiten in Ritze sollen am 22. Mai beginnen und bis Jahresende beendet sein.

Ritze. Der Salzwedeler Ortsteil Ritze erlebt in diesem Jahr größere Bauarbeiten. Der Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) will das gesamte Abwassernetz modernisieren und ans Salzwedeler Klärwerk anschließen.

Das Großprojekt mit einem geschätzten Investitionsvolumen von rund 1,7 Millionen Euro sollte eigentlich schon eher starten. Doch erst Ende des vergangenen Jahres wurden die benötigten Fördermittel bewilligt. Die Anwohner sollen dabei nicht an den Kosten für den neuen Hauptkanal, sondern nur an den jeweiligen Hausanschlüssen finanziell beteiligt werden. Geplant sind zudem Pumpstation und Druckleitung.

Die Fördermittel ziehen allerdings ein enges zeitliches Fenster nach sich. Denn nach dem Willen des Fördermittelgebers soll das Projekt bis Ende des Jahres fertig sein. Deswegen laufen die Ausschreibungen bereits oder sind in Vorbereitung, teilt Mathias Düster vom VKWA mit. Die Bauarbeiten, in drei Lose aufgeteilt, sollen daher an mehreren Stellen gleichzeitig laufen (Details siehe unten).

Schmutz- und Regenwasser sollen in Ritze künftig getrennt werden. Nur noch Ersteres darf nach Angaben von Düster und Planer Michael Schulze in den neuen Kanal fließen. Gegebenenfalls müssen Hausschächte bzw. -anschlüsse auf den Stand der Technik gebracht werden.

Als Beginn der Arbeiten steht bislang der 22. Mai fest. Die zeitliche Detailplanung soll den Betroffenen mitgeteilt werden. Grundstückseigentümer, deren Anschlüsse zu weit vom Hauptkanal entfernt liegen, müssen sich laut Düster selbst um eine Baufirma bemühen, denn „die Zuständigkeit des VKWA hört laut Satzung einen Meter hinter der Grundstücksgrenze auf“. Einfach ignorieren geht dabei nicht – es besteht Anschlusszwang. Nebenbei: Die Oxidationsteiche sollen abgepumpt, beprobt und verfüllt werden. Diese waren vor wenigen Jahren saniert worden.

Von Jens Heymann

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Die drei Bauabschnitte in Ritze Auf einen Blick

1. Bauabschnitt:
Ritzer Dorfstraße ab Stegel sowie Chüdenallee von Kreuzung nach Klein Chüden bis Kreuzung nach Groß Chüden, unter Vollsperrung (geplant ab 22. Mai):
Umleitung über Stegel, aufgrund der geringen Straßenbreite Ampel
Bus-Haltestellen gehen außer Betrieb, dafür zwei Ersatzhaltestellen

2. Bauabschnitt, noch kein Starttermin:
1. Teilabschnitt: Stegel und nördlicher Teil Chüdenallee, unter Vollsperrung
2. Teilabschnitt: Ritzer Dorfstraße, von Salzwedel kommend, bis Kreuzung Stegel sowie von Kreuzung Chüdenallee bis Ortsausgang in Richtung Groß Chüden, unter halbseitiger Sperrung

3. Bauabschnitt, noch kein Starttermin, Arbeitsende aber bis 31. Dezember geplant:
Restliche Chüdenallee von Kreuzung Ortseingang, von Groß Chüden kommend, bis letztes Haus in Richtung Sportplatz, unter Vollsperrung

Umleitungen:
Klein Chüden zeitweise nur über B 248 erreichbar
Groß Chüden zeitweise nur über B 190 und Pretzier erreichbar

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