Sozialdemokraten wollen nicht, dass die Stadt zum Dauerbezuschusser für das geplante Kunsthaus wird

Lyzeum: Hundt will erst Konzept sehen

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hob Salzwedel. „Wir haben 50 000 Euro für das Lyzeum genehmigt.

Und wir stehen auch dazu, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen, wenn klar zum Ausdruck kommt, dass die Stadt nicht auf Dauer zum Bezuschusser für das geplante Kunsthaus wird“, machte Norbert Hundt gestern deutlich. Der SPD-Stadtratsfraktionschef wies die Seitenhiebe von Lyzeum-Eigentümer Dietrich von Gruben von sich. Der hatte auf Grund des von den Sozialdemokraten im Stadt-Haushalt durchgesetzten Sperrvermerkes eine „Fortentwicklung des Projektes in Frage gestellt“ (wir berichteten). Hundt nennt von Grubens Ausführungen „inhaltlich nicht ganz korrekt“.

Der SPD-Mann macht deutlich: „Wir ringen um jeden Euro für die Konsolidierung, müssen eventuell sogar das Waldbad Liesten schließen. Da können wir uns kein zweites Kulturhaus leisten.“ Zudem beklagt Hundt „die Art und Weise und auf welchem Tablett das serviert worden ist“. Er spielt damit auf Lyzeum-Mittel an, die die Stadträte während der Lesung im Haushalt entdeckten.

Seine Fraktion sei sehr dankbar, wenn Dietrich von Gruben ihnen sein Konzept vorstellen will, so Hundt weiter. Doch: „Ich weiß auch, dass andere Geldgeber, Keditinstitute, ebenfalls erst das Konzept sehen wollen.“

Norbert Hundt meint damit eine Betriebskostenaufstellung des laufenden Kunsthauses. „Es sind die Euros der Stadt und der Steuerzahler. Ich will nicht, dass wir dort Geld reinstecken, nur um zu zeigen, dass wir etwas Schickes haben und dann läuft es nicht“, untermauerte der SPD-Fraktionsführer. Zudem verwies Hundt auf die Stadtratsmehrheit, die sich hinter den Antrag der Sozialdemokraten gestellt hatte, Lyzeum-Mittel im Stadt-Haushalt erst einmal mit Sperrvermerken zu belegen.

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