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Losgebaggert: Danicke am Drücker

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Oberbürgermeisterin Sabine Danicke baggerte gestern den ersten Spatenstich für die Umgestaltung des Rathausturmplatzes. In drei bis vier Monaten soll das Werk vollbracht sein. Foto: Benecke

Salzwedel. „Damit ist ein 21-jähriger Streit zu Ende.“ Mit diesen Worten griff Oberbürgermeisterin Sabine Danicke gestern punkt 10 Uhr nicht zum Spaten, sondern stieg für den ersten Spatenstich zur Gestaltung des Rathausturmplatzes in einen Bagger.

Nach einigen ruckartigen Schwenks und tatkräftiger Hilfe vom Fachmann, gelang es Danicke, die Baggerschaufel in den Boden zu rammen und eine kleine Mulde zu kratzen. „Immerhin habe ich einen Gabelstaplerschein“, verkündete sie nach getanem Werk vor dem Aushub.

Klaus-Dieter Blümler und seine Männer standen schon bereit, um mit den Arbeiten zu beginnen. Dazu ist der Rathausturmplatz – wieder einmal – eingezäunt. Zunächst wurden die Park-Verhinderungssteine weggeräumt und wieder zum Wirtschaftshof gebracht. Danach beginnen die eigentlichen Arbeiten, die in drei bis vier Monaten beendet sein sollen. 195 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. „Wir wollen es auch schön haben – nicht mittelmäßig“, begründete Danicke. Und weiter: „Es kann nur ein Gewinn für unsere Hansestadt sein. Nach 21 Jahren haben die Bürger das verdient.“

Der Brunnen wird derzeit bereits in Rostock gebaut, wusste Tiefbauamtsleiter Ralf Burmeister. Die Ost- (Bartels‘sches Haus) und die Nordgrenze (Apel) des Platzes sollen einmal insgesamt zwölf Säulenplatanen schmücken. „Fielmann hat Interesse an einer Pflanzaktion bekundet. Eine Zusage haben wir noch nicht“, so die Oberbürgermeisterin. Auch die Sparkasse Altmark West will etwas für den Platz tun und einen Kupferstich spendieren, der an das alte Neustädter Rathaus erinnert, das 1895 abgebrannt ist, dadurch ist der Platz im Herzen der Hansetstadt entstanden.

Besonders freue sie sich, so Danicke, dass zeitgleich auch das Bartels’sche Grundstück wieder auf Vordermann gebracht werde. Dessen Eigentümer hatte während der jüngsten Bauausschusssitzung verkündet, dass er, wenn alles klappt, zeitgleich mit der Platzgestaltung aus den maroden Gebäuden ein Wohn- und Geschäftshaus machen will (wir berichteten). Die Oberbürgermeisterin hofft, dass die Hansestädter nach Fertigstellung des Platzes sorgsam damit umgehen.

Ein Video sehen Sie unter:

Von Holger Benecke

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