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Offener Kanal Salzwedel: Von der Kamera auf den heimischen Fernseher

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Von: Lydia Zahn

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Andreas Leitel, Techniker beim Offenen Kanal Salzwedel, erklärt und präsentiert die neu angeschaffte Technik, durch die Live-Übertragungen möglich werden. © L. Zahn

Der Offene Kanal Salzwedel (OKS) konnte bisher nicht Live senden, sondern nur Aufzeichnungen abrufen und ausstrahlen. Das soll sich nun ändern. Mit neuer Technik, die aus Fördermitteln finanziert wurde, soll dies möglich werden.

Salzwedel – Live-Übertragungen außerhalb des Salzwedeler Soziokulturellen Zentrums „Hanseat“ – dort hat der OKS seinen Sitz im 2. Stock – waren bisher nicht machbar. Die passende Technik fehlte. Ein paar erste Versuche gab es aber schon. Zum Beispiel mit der Unterstützung der Offenen Kanäle Magdeburg und Wernigerode vor ein paar Jahren, die passendes Equipment zur Verfügung stellten. Damals litt aber die Qualität.

Mit der Technik, die der OKS neu angeschafft hat, sollen Live-Übertragungen in HD (High Definition) im gesamten Altmarkkreis möglich werden – ohne dass die Qualität leidet, versichert OKS-Techniker Andreas Leitel im Gespräch mit der AZ. Und erklärt, was benötigt wurde und wie das Ganze genau funktioniert.

Mit insgesamt 10 100 Euro gefördert

Von den Fördergeldern, die es von der PS-Lotterie-Ausschüttung der Sparkasse in Höhe von 2500 Euro sowie von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (7600 Euro) gab, wurde das Vorhaben umgesetzt.

Mit den Geldern der Sparkasse wurden unter anderem ein Bildmischer, ein Monitor, ein Laptop, ein Transportkoffer und vier Micro-Converter – zur Umwandlung des Kamera-Signals in ein HDMI-Signal – finanziert. Die Förderung der Medienanstalt setze das OKS-Team für logistische sowie organisatorische Vorbereitungen für das Projekt ein.

„Eine Voraussetzung für die Live-Übertragung ist schnelles Internet – Breitband, idealerweise Glasfaser“, beginnt Leitel zu erzählen. Zudem muss natürlich eine Kamera gegeben sein, die aber auch vom OKS ausgeliehen werden kann.

Die Technik für eine Live-Übertragung kann ebenfalls ausgeborgt werden. Für dessen Benutzung muss aber „ein bisschen technisches Verständnis“ vorhanden sein, sagt Leitel. Doch selbst wenn dieses nicht gegeben ist, stellt das kein Problem dar. Andreas Leitel weiß, wie es funktioniert, und betreut den Vorgang vor Ort gerne.

Doch wie läuft das Ganze überhaupt ab? Die Aufnahmen, die mit der Kamera gemacht werden, werden über Kabel, die mit den Micro-Convertern verbunden sind, an den Bildmischer weitergeleitet. Dieser wandelt die Video- und Audiosignale in ein internetfähiges Signal um.

Dieses wird dann an den Bildmischer im OKS-Hauptquartier in Salzwedel gesendet, der wiederum das Signal zurück in ein Audio- und Videoformat umwandelt. Nun können die Aufnahmen auf dem OKS-Sender und der Internetseite ausgestrahlt und beispielsweise ein Konzert oder eine Stadtratssitzung bequem von zu Hause Live mitverfolgt werden.

Erste Live-Sendung: Termin noch offen

Wann es so weit ist, ist jedoch noch nicht klar. „Ich muss noch die richtigen Einstellungen finden, damit die Qualität gut genug ist und es trotzdem nicht zu Übertragungsfehlern kommt und das Bild stabil läuft“, erzählt Leitel. Allzu lange soll es aber nicht mehr dauern.

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