84 Jugendliche warfen ihre Stimmzettel im Awo-Jugendclub in die Wahlurne

U18-Wahl in Salzwedel: Linke mit Abstand vorn

Angelina Hirt (15) aus Salzwedel nahm am Freitag an der U18-Wahl in der Hansestadt teil. Sie wollte unbedingt ihr Kreuz machen.
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Angelina Hirt (15) aus Salzwedel nahm am Freitag an der U18-Wahl in der Hansestadt teil. Sie wollte unbedingt ihr Kreuz machen.

Salzwedel. Denise Lamprecht aus Andorf und Angelina Hirt aus Salzwedel gehörten am Freitag zu den 84 Jugendlichen, die im Wahllokal an der Pseudo-Bundestagswahl U18 teilnahmen.

Beide hatten im Gespräch mit der Altmark-Zeitung erklärt, noch nie an solch einer Wahl teilgenommen zu haben, aber für beide sei klar, dass das Wahlrecht auch eine gewisse Wahlpflicht für sie sei. „Wir sind auch heute hier freiwillig dabei, unsere Lehrerin hat es uns offen gelassen, ob wir es tun oder nicht“, so die 17-jährige Denise.

Denise Lamprecht (17) aus Andorf wird auch in Zukunft zur Wahl gehen, weil das für sie wichtig ist.

Auch für die zwei Jahre jüngere Angelina war schon vor dem Gang in das Wahllokal klar, wo sie das Kreuz machen wolle. „Wir haben uns darauf vorbereitet“, sagte sie. Bei der U18-Wahl gibt es nur die Zweitstimme, die Parteistimme und keine Erststimme. Wo beide letztendlich ihr Kreuz machten, sagten sie nicht – es war ja auch eine geheime Wahl.

Das Ergebnis am Abend war nicht repräsentativ, aber dennoch eindeutig. Von 84 abgegebenen Stimmen waren 82 gültig. Mit 20 Stimmen und damit 25 Prozent aller gültigen machte die Linke das Rennen, gefolgt von der CDU (18,75 Prozent, 15 Stimmen) und der SPD (17,5 Prozent, 14 Stimmen). Es folgen die Grünen (15 Prozent, 12 Stimmen), die AfD (10 Prozent, 8 Stimmen) und Die PARTEI (6,25 Prozent, 5 Stimmen). Die FDP erhielt eine Stimme.

Damit weicht das Ergebnis in diesem Wahllokal etwas vom Bundesergebnis ab. Im gesamten Land siegte die CDU (28,39 Prozent) vor der SPD (19,7) und den Grünen (16,67). Die Linke erreicht 8,07 Prozent, die AfD 6,8 Prozent und die FDP 5,7 Prozent.

Ernst wird es am 24. September: Dann dürfen alle Deutschen über 18 Jahre wählen, die länger als drei Monate im Land leben. Der Ausgang ist angesichts des andauernden hitzigen Wahlkampfes spannend.

Von Harry Güssefeld

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