Ein Jahr danach: Schüsse auf Fahrer und Friseur nicht aufgeklärt

Linienbus unter Feuer

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Kriminalisten untersuchen die Schüsse auf den Linienbus. Sie trafen die Scheibe unmittelbar hinter dem Fahrer. Auch ein Jahr später ist der Fall noch nicht aufgeklärt.

hob Salzwedel. „Wir hatten einen Ermittlungsansatz, der hat aber nicht zum Täter geführt“, sagte Polizeisprecher Frank Semisch gestern auf Nachfrage. Genau vor einem Jahr – am 9. Januar 2017 – wurde in Salzwedel auf einen Busfahrer geschossen.

Siegmund Oblinger kam gegen 21.50 Uhr mit der Linie 100 von Magdeburg und hatte nur noch einen einzigen Fahrgast an Bord, als es auf Höhe Aral-Tankstelle zweimal knallte. 

Einer der Einschüsse am Rahmen der Scheibe.

Unmittelbar hinter dem Busfahrer ging eine Scheibe zu Bruch. Oblinger ist überzeugt, dass das Schüsse waren und steigt sofort auf die Bremse. Wenig später ist die Polizei vor Ort und ruft die Feuerwehr zu Hilfe, um die Gegend auszuleuchten. Spuren und Hülsen werden gesucht. Gefunden wird nichts. Bis auf einen Einschuss neben der kaputten Busscheibe am Rahmen. Dieser deutet auf eine aufgerüstete Luftdruckwaffe hin. Ein ähnlicher Einschuss befand sich auch in der Scheibe eines Friseurgeschäftes am Penny-Markt, auf das wenige Tage zuvor geschossen worden war. Die Kripo konnte beide Fälle nicht aufklären. Es gab keine weiteren ähnlichen Vorfälle.

Schüsse auf Bus in Salzwedel

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