Vereinsmitglieder geben nicht auf

Liestener Waldbad: Anbaden im Jahr 2020 geplant

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Die Vorstandsspitze des Liesterner Waldbadvereins (v.l.): Vorsitzender Andreas Weigelt erläuterte Dienstagabend die Situation im Verein, Ortsbürgermeister Ulrich Keitel, Schatzmeisterin Cornelia Schwertfeger und Schriftführer Raik Dannies diskutierten ums Waldbad.

Liesten – Die Nachricht aus Salzwedel war für die Mitglieder des Liestener Waldbadvereins wie ein Schlag in die Magenkuhle. Eine geplante Fördersumme von 1,8 Millionen Euro, wobei die Stadt mit einem Eigenanteil von zehn Prozent mitfinanziert, ist geplatzt.

Davon sollte die Badeanstalt rundum erneuert werden. Nun fehlt das Geld.

Dennoch sind die Mitglieder des Vereins zuversichtlich, im Jahr 2020 das Liestener Waldbad wieder öffnen zu können, verbreitete Waldbadvereinsvorsitzender Andreas Weigelt am Dienstagabend Optimismus.

„Das Interesse für unser Waldbad ist da, vom Stadtrat und der Bundespolitik“, blickte Weigelt in die Runde. Denn dort saßen Stadtratsfraktionschef Norbert Hundt (SPD / „Für Salzwedel“), Arne Beckmann (Salzwedel-Land) und CDU-Bundestagsabgeordneter Eckhard Gnodtke. „Wir haben die Mitgliederversammlung 2018 absichtlich auf diesen Tag nach dem 30. März verlegt, um das Ergebnis des Förderbescheides verkünden zu können.“ Wer allerdings Zeitung lese, sei schon im Bilde und wüsste Bescheid, das Liesten leider leer ausgegangen ist, knüpfte Weigelt an.

Ein Zuhörer war erzürnt. Es würden mehrere Milliarden für Migranten ausgegeben, für die Deutschen bliebe nichts übrig, wetterte er. Vereinschef Andreas Weigelt und Liestens Ortsbürgermeister Ulrich Keitel beruhigten den Mann. „Das Aus für das Waldbad ist noch nicht besiegelt“, gab sich Weigelt siegessicher.

Ihn verwunderte allerdings die berechnete Summe der Stadt. „Auf 1,8 Million Euro wurden die Baukosten geschätzt. In unserer Berechnung würde der Umbau nur 450.000 Euro kosten“, schilderte der Vereinschef. Wie seine Schatzmeisterin, Cornelia Schwertfeger, mitteilte, stünden 40.402,28 Euro aus der Vereinskasse zur Verfügung. Und: Da die zehn Prozent der Eigenmittel der Stadt in Höhe von 180.000 Euro im Haushalt eingestellt sind, wie Norbert Hundt und Arne Beckmann informierten, sei die Hälfte der Baukosten schon drin.

Nun soll überlegt werden, welche Möglichkeiten der Finanzierung es noch gibt. Ein Augenmerk habe der Vorstand auf einen Fördertopf der Europäischen Union. Bei diesem Unterfangen stehen die Liestener eng mit Eckhard Gnodke in Kontakt, um die Vorgehensweisen abzusprechen. Weiter hofft die Vorstandsspitze auf den Stadtrat, der am 26. Mai neu gewählt wird. „Es wäre schön, wenn die Fraktionen mehr Zusammenarbeiten, anstatt gegeneinander“, wünscht sich Weigelt.

Weiter berichtete er, dass das neue Vereins-Logo fertig sei und der Name nun von „Sport- und Bildungszentrum“ in „Waldbadverein Liesten“ umbenannt sei.

VON PAUL WILLIAM HIERSCHE

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