Mitgliederversammlung

Liestener Förderverein will an Sanierung des Waldbads festhalten

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Der Waldbad-Förderverein Liesten kam am Montag auf dem Liestener Sportplatz zusammen.
  • VonLydia Zahn
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Das Waldbad in Liesten, welches seit 2017 geschlossen ist, sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. So auch bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins.

Liesten – Das Bad muss saniert werden, der Waldbad-Förderverein würde dafür 320 000 Euro auf den Tisch legen, verdeutlichte Vorsitzender Andreas Weigelt noch einmal bei der Mitgliederversammlung am Montag auf dem Liestener Sportplatz. Doch bis sich etwas in Richtung Sanierung tut, könne es dauern. Bis dahin will der Verein jedoch nicht untätig sein. Deshalb wurden die Köpfe zusammengesteckt und nächste Aktionen für das Dorf überlegt.

„Wir halten natürlich an einer möglichen Sanierung fest“, versprach Andreas Weigelt den Anwesenden. Aber: „So lange Sabine Blümel Bürgermeisterin ist, wird wahrscheinlich nichts passieren.“ 320 000 Euro, davon 70 000 Euro aus Leader-Fördermitteln und 250 000 Euro von einem Sponsor, würde der Verein zu den von ihm geschätzten Gesamtkosten von 642 000 Euro beisteuern – die Stadt beziffert die Kosten hingegen wesentlich höher.

„Mir wurde versichert, dass uns die Gelder sicher sind. Mindestens noch für zwei bis drei Jahre“, informierte der Vorsitzende weiter. Außerdem erinnerte er daran, dass die Aktion des Waldbadvereins, im Dezember Briefe an die Stadträte zu schreiben, keinen Erfolg gebracht hatte. Ebenso wenig wie die direkte Ansprache an Bürgermeisterin Blümel während des jüngsten Stadtrates im Mai.

„Ich wollte von ihr wissen, ob die Stadt mit der Sanierung beginnt, wenn wir die 642 000 Euro komplett stellen. Es gab jedoch weder ein konkretes Ja noch ein Nein“, erinnerte sich Weigelt. Auch ein Nutzungsvertrag, den der Verein angestoßen hatte, verlief offenbar im Sand. Eine Antwort der Stadt sei ausgeblieben.

Vorschläge für eine mögliche nächste Aktion des Vereins.

Doch davon will sich der Förderverein nicht unterkriegen lassen. „Wir heißen zwar Waldbadverein, aber wir sind für Liesten da. Und wir wollen ein paar schöne Punkte im Dorf“, verdeutlichte Weigelt. Fünf Optionen stünden nun zur Auswahl, wie der Verein aktiv werden könne. Erstens: Auf dem Platz, wo einst das Spritzenhäuschen stand und die Dorfvesper jährlich abgehalten wird, könnte ein Carport gebaut werden. „Es könnte von drei Seiten geschlossen sein“, schlug Weigelt vor. Diese Idee bekam sechs von 20 Stimmen. Zweitens: ein Spielplatz bei der Bushaltestelle im Dorf. Dafür gab es ebenfalls sechs Stimmen der Anwesenden. Die dritte Möglichkeit, begrünte Sitzmöglichkeiten im Dorf aufzustellen, ergatterte fünf Stimmen.

Die letzten zwei Varianten, Feldwege auszuschildern (eine Stimme) oder das Geld zu sparen (zwei), wurden wieder verworfen. Nun sollen die ersten drei Vorschläge genauer unter die Lupe genommen werden – und zwar wie weit und wie viele der Ideen um- bzw. durchsetzbar sind.

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