Windradunglück bei Liesten

Havarieursache wird noch ermittelt

Nabe und Überreste der Rotorflügel eines defekten Windrads im Windpark bei Liesten
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Ein Bild der Zerstörung: Die Überreste der abgestürzten Nabe und der Rotorblätter des havarierten Windrads liegen noch immer auf dem Feld zwischen Liesten und Jeggeleben. Im März sollen sie weggeräumt werden.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Die Aufräum- und Sicherheitskräfte sind weg, die Überreste des am 18. Januar um 4.20 Uhr havarierten Windrads zwischen Liesten und Jeggeleben liegen noch an Ort und Stelle. Im März sollen die großen Trümmer verschwinden; die kleineren Teile liegen bereits in mehreren Säcken zum Abholen bereit.

Liesten / Jeggeleben – Seit dem Windradunfall bei Liesten vor vier Wochen läuft die Ursachenforschung. Nabe und Rotorblätter sind von der Spitze des Windrads ganz offensichtlich abgebrochen. Letztere zerbarsten beim Aufschlag auf dem Ackerboden. Definitive Ergebnisse gibt es laut Informationen des Altmarkkreises und des Betreibers noch nicht. Beim Hersteller des Windrades werde aber geschaut, ob es sich möglicherweise um einen systematischen Fehler handelt. Wäre dies tatsächlich der Fall, müssten typgleiche Windräder ebenfalls untersucht werden, schaut die Kreisbehörde voraus. Erich Preißler, Geschäftsführer der gleichnamigen Windparkverwaltung aus Husum (Schleswig-Holstein), könne jedenfalls noch nichts dazu sagen. Auch nicht zur Höhe des wirtschaftlichen Schadens.

Innerhalb der nächsten Wochen soll jedoch eine Entscheidung darüber gefällt werden, ob die Windenergieanlage wieder hergerichtet wird, so der Chef der Betreiberfirma. Dass dies grundsätzlich möglich sei, bestätigt die Kreisverwaltung. „Die Anlage darf nach Reparatur weiterbetrieben werden“, heißt es in einer Mitteilung. Das sei letztlich eine wirtschaftliche Entscheidung des Betreibers.

Im Konzert der rund zwei Dutzend Windräder zwischen Liesten und Jeggeleben sticht die defekte Anlage ohne Rotorblätter hervor. So bemerkten dann auch Bewohner von Liesten im Januar recht schnell, dass dort etwas vorgefallen sein musste. Als die AZ vor Ort eintraf, lief die Suche nach Kleinteilen auf dem Ackerboden bereits, und ein Wachdienst hatte das Gelände ständig im Blick.

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