Für ein Jahr in den Container

Lessing- und Perver-Grundschule werden saniert: Kinder müssen in Behelfsbau

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Das künftige Schultor an der Magdeburger Straße wird sich ab August für ein Jahr lang öffnen.

Salzwedel – Auf dem Gelände der ehemaligen Jeetze-Landschaftssanierung an der Magdeburger Straße (altes Wasserwerk) soll eine Schule errichtet werden. Und zwar eine Container-Schule.

In dieser ist geplant, die Jungen und Mädchen der Lessing- und der Perver-Grundschule zu unterrichten, während diese umgebaut werden.

Zwei Raumgruppen für 200 Schüler

Eine Behelfsschule (rot) soll auf dem Gelände der ehemaligen Jeetze-Landschaftssanierung an der Magdeburger Straße errichtet werden.

Die Ausschreibungen für die Container-Schule sind raus. Am 2. April soll die Vergabe im Bürgercenter erfolgen. Geplant sind zwei sogenannte Raumgruppen, die miteinander verbunden sind. Das erste Bauwerk soll zwischen 10. und 16. August aufgestellt werden. Es handelt sich dabei um einen eingeschossigen Container mit vier Klassenräumen, in denen je bis zu 25 Schüler unterrichtet werden können. Die Sanitärräume sollen für 80 Jungen und 80 Mädchen ausgelegt sein. Die zweite, baugleiche Raumgruppe soll vom 23. bis 29. November neben die erste gesetzt und mit dieser verbunden werden. Rückbau und Abtransport beider Bauwerke sind in der Woche vom 23. bis 29. August 2021 vorgesehen. Bis dahin sollen die Arbeiten an Lessing- und Perver-Grundschule beendet sein.

Teuerstes Vorhaben der Stadt

Während die Arbeiten dann an der Lessing-Grundschule bereits laufen, können die Jungen und Mädchen nach den Sommerferien in ihre Behelfsschule an der Magdeburger Straße einziehen. Die Lessing-Grundschule, die aus den 1970er Jahren stammt, soll zum ersten Mal grundsaniert werden. Das kostet 2,3 Millionen Euro für das gesamte Projekt und ist erst auf mehrfachen Druck der Elternschaft passiert, die sich immer wieder an die Stadt als Schulträger gewandt hatte. Das Sanierungsvorhaben ist die größte Investition der Hansestadt. Denn dazu gehört neben der energetischen Sanierung des Schulhauses auch die Barrierefreiheit. Zudem soll das Gebäude aus DDR-Zeiten mit einem Fahrstuhl ausgestattet werden. Weiter ist eine eigene Photovoltaikanlage geplant, und der Schulhof mit seinen Stolperfallen soll auf Vordermann gebracht werden. Letzteres Vorhaben kostet allein 855.000 Euro.

Elektroinstallation und Feuerschutz

In die Perver-Grundschule sollen 93.000 Euro für besseren Brandschutz gesteckt werden. Und noch einmal 268.000 Euro fließen in die Erneuerung der Elektroinstallationen in dem alten Schulhaus.

VON HOLGER BENECKE  

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