Krankenkassenwechsel seit Jahresbeginn attraktiver

Leistung und Beitrag entscheiden

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(Symbolfoto)

ct Altmark. Alle Jahre wieder etwas Neues im Gesundheitswesen. Zum 1. Januar sank der Mindestbeitrag in der gesetzlichen Krankenkasse von 15,5 auf 14,6 Prozent.

Für viele Versicherte wird sich unter dem Strich nicht viel ändern, die meisten Kassen erheben nun individuelle Zusatzbeiträge, um ihre Finanzierung zu sichern. Lediglich zwei kleinere Anbieter mit Sitz in Süddeutschland, die Euregio und die Metzinger BKK verzichten darauf.

Günstigste Krankenkasse im Land und eine der günstigsten bundesweit ist jetzt mit einem Beitragssatz von 14,9 Prozent die AOK Sachsen-Anhalt (Zusatzbeitrag 0,3 Prozent). Der regionale Marktführer hat rund 700 000 Versicherte, davon 27 000 im Altmarkkreis sowie 36 000 im Landkreis Stendal und betreibt landesweit 44 Kundencenter. Die Versorgungsqualität werde trotz Senkung weiter verbessert, verspricht die AOK in einer Mitteilung. Außerdem werde das Leistungsangebot noch attraktiver. 2015 seiden dafür Ausgaben in Höhe von 2,6 Milliarden Euro geplant. Die neben der Grundversorgung angebotenen Leistungen waren bisher das einzige Kriterium für einen Kassenwechsel. Nun kommt der finanzielle Aspekt hinzu. Hier schneiden auch andere wie die HKK (15,0 Prozent), die IKK Gesund plus (15,2 Prozent), HEK oder TK (beide 15,4 Prozent) günstiger ab, als mit dem alten Einheitsbeitrag. Keine Veränderung gibt es zum Beispiel bei Barmer GEK, DAK oder KKH (Beitrag 15,5 Prozent). Einige regionale Betriebskrankenkassen wie die Vereinigte BKK (15,8 Prozent) wurden sogar teurer.

Wer die Krankenkasse wechseln will, kann mit einer Frist von zwei Monaten bei seiner alten kündigen und eine neue suchen. Wer keine bessere findet, bleibt automatisch in der bisherigen Kasse. Nach einem Wechsel ist man aber mindestens 18 Monate an den anderen Anbieter gebunden. Informationen bietet das Bundesgesundheitsministerium im Internet unter:  www.bmg.bund.de/krankenversicherung 

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