Salzwedel: „Berührt werden“ in der Marienkirche

Leidensweg Jesu zum Nachempfinden

Frau in Kirche
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Pfarrerin Annette von Biela beim Aufbau des Kreuzweges in der Salzwedeler Marienkirche.
  • vonLydia Zahn
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Der Leidensweg Jesu Christi kann auch in diesem Jahr zu Ostern in der Marienkirche in Salzwedel nacherlebt werden. Bereits im vergangenen Jahr hatte Pfarrer Friedrich von Biela zusammen mit seiner Frau Annette den Kreuzweg im Gotteshaus nachgebaut.

Salzwedel - „Wir fanden die Idee toll, und da es so gut angenommen wurde, machen wir das in diesem Jahr wieder“, erzählt Annette von Biela im Gespräch, während sie die einzelnen Stationen aufbaut. Unter dem Titel „Berührt werden“ kann an sieben Stopps der Weg Jesu Christi – vom Einzug in Jerusalem über den Verrat durch Judas, die Fußwaschung bis hin zum letzten Abendmahl, das Gebet in Gethsemane und die Kreuzigung – mitgegangen und bedacht werden. Zusätzlich sind an jedem Haltepunkt Bibel- und Impulstexte ausgelegt. Darauf zu lesen ist beispielsweise an der sechsten Station: „Jesus verließ die Stadt und ging wie gewohnt zum Ölberg. Die Jünger folgten ihm.“ Als Anregungen folgten Fragen wie: „Bin ich manchmal zu traurig zum Beten?“ oder „Wo brauche ich Stärkung?“.

Ein Auszug aus dem Gästebuch.

Der Weg ist für Besucher ab Sonntag, 21. März, bis zum 16 April begehbar – immer von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr. Am Ostersonntag soll der Kreuzweg im Familiengottesdienst durch eine Osterstation ergänzt, welche mit bunten Blumen geschmückt werden soll, verrät die Pfarrerin. Auch für die Kinder wird es einen separaten Weg im Bereich „Hoher Chor“ geben, der mit Bildern, Karten und Gegenständen den Leidensweg einfach erklären soll.

Bibel- und Impulstexte sind an jeder Station des Kreuzweges ausgelegt.

„Ich habe Rückmeldungen bekommen, dass die Menschen durch diese Weise den Leidensweg Jesu intensiver wahrgenommen haben, als es zum Beispiel zu Hause in der Bibel zu lesen“, berichtet Annette von Biela. Einträge im Gästebuch unterstützen ihren Eindruck. Zum Kreuzweg 2020 ist zu lesen: „Danke für die Idee und das Gestalten. Ich habe selten Karfreitag für mich so nahe erlebt.“

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