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Leichenfund: THW hilft Kripo - Salzwedeler in Bremerhaven im Einsatz

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Von: Holger Benecke

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Auch im Bremerhavener Hafen haben die THW-Ortsverbände Salzwedel und Bremerhaven nach der vermissten Frau gesucht. Nachdem ihre zerstückelte Leiche am Mittwoch gefunden wurde, geht die Suche nach Beweisen weiter. © THW/Sachser

Nach vier Wochen Suche gibt es nun traurige Gewissheit: Die zerstückelte Leiche der 32-jährigen Ekaterina B. wurde am Dienstag nahe des Bremerhavener Atlantic-Hotels „Sail City“ in einem Koffer an der Wasserkante der Weser gefunden. In die Suche nach der seit dem 4. Februar vermissten Frau aus Bremerhaven-Wulsdorf war auch eine Einheit des Salzwedeler THW involviert.

Salzwedel/Bremerhaven - Ende Februar bat die Kripo Bremerhaven den THW-Ortsverband Salzwedel um Hilfe. Im Vorfeld hatten bereits Hundertschaften der Polizei sowie viele freiwillige Helfer bei den Suchmaßnahmen unterstützt. Auch mithilfe der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ war nach Hinweisen auf den Verbleib der Frau gesucht worden. Doch die Maßnahmen stießen bald an ihre Grenzen. Denn es mussten zahlreiche Gewässer an der Weser und der Geeste abgesucht werden. Deshalb alarmierte die Bremerhavener Kripo das Salzwedeler THW, das über die in Deutschland einzigartige Einheit „Unterwasserortung“ verfügt.

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Im Einsatzfahrzeug werden die Daten live ausgewertet und an die Polizei weitergegeben. © THW/Sachser

Alarm für Lesch-Truppe

Salzwedels THW-Chef Nico Lesch nahm zusammen mit seinem bewährten Team von Unterwasserortern – Stefan Sachser, Detlef Jauch und Valentin Georg – die Herausforderung an. Montag setzte Lesch seine Einheit mit der Spezialausrüstung in Marsch nach Bremerhaven. Im Gepäck: Tauchsonde und Tauchroboter. Damit wurden Wassergebiete rund um Bremerhaven abgesucht. Die Ortungsgruppe, die sowohl vom Ufer als auch auf dem Wasser agierte, wurde dabei mit Fahrzeugen und Booten der ortsansässigen THW-Verbände unterstützt. Die Salzwedeler MS-1000-Tauchsonde bildete den Grund der Gewässer als digitales Bild auf einem Laptop in einem Radius von 1,5 Kilometer ab. „Zeigte die Sonde etwas an, gingen Taucher der Polizei der Sache auf den Grund, um die georteten Gegenstände zu bergen“, berichtet Stefan Sachser, Unterwasserorter und Pressesprecher des Salzwedeler THW-Ortsverbandes.

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Die Helfer Detlef Jauch (l.) und Valentin Georg lassen vor der Stadt Bremerhaven die MS-1000-Sonde zu Wasser. Nahe des Atlantic-Hotels „Sail City“ (Hintergrund) wurde die zerstückelte Leiche der vermissten 32-Jährigen in einem Koffer an der Weser gefunden. © THW/Sachser

Dienstag hatte die Kripo dann nach vierwöchiger Suche die traurige Gewissheit: Ekaterina B. ist tot. Die in dem Koffer gefundenen Leichenteile konnten der vermissten 32-Jährigen zugeordnet werden. Die Polizei spricht von einer Straftat, wie die Ermittler am Mittwochnachmittag bekanntgaben. Verdächtigt wird offenbar ihr Ehemann – er sitzt seit Mittwoch in Haft, nachdem die bis dahin gefunden Beweise und Indizien ausgewertet worden waren.

Das THW Salzwedel ist in Bremerhaven weiter im Einsatz. „Es werden Hinweise und Beweismittel gesucht“, ließ THW-Chef Nico Lesch, der die Ortung vor Ort kommandiert, durchblicken.

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