Wohnungen statt verwaiste Läden in der Salzwedeler Innenstadt: Dazu muss der Bebauungsplan geändert werden

Leerstand: Der Stadtrat ist gefragt

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Der Hinweis auf andere Attraktionen in der Hansestadt ist für leer stehende Geschäfte eher eine Notlösung. Um die Läden in Wohnungen umzubauen, müsste der Stadtrat den Bebauungsplan ändern.

hob Salzwedel. Der Leerstand in der Salzwedeler Innenstadt hat sich in einigen Geschäften dauerhaft eingenistet. Versuche, dies mit Ausstellungen und Werbung in den Schaufenstern zu übertünchen sind ein Provisorium aber keine dauerhafte Lösung.

Auf der anderen Seite fehlt in der alten Hanse- und Baumkuchenstadt attraktiver Wohnraum. Und da ist gerade die Innenstadt im Visier vieler Interessenten. Im Zentrum angebotener Wohnraum geht weg wie warme Semmeln.

Die Lösung wäre nun, die leer stehenden Geschäfte beispielsweise an der Burgstraße zu Wohnungen umzubauen. Doch dazu müsste der Stadtrat den Bebauungsplan ändern. Denn im Kerngebiet 1 von Salzwedel sind Wohnungen nur ab dem ersten Obergeschoss zugelassen. Das Erdgeschoss soll Handel, Gastronomie und Gewerbe überlassen sein. In dieser Sache wäre also der Stadtrat für den Kampf gegen den Leerstand gefragt.

Eine andere Sache ist das jedoch bei einigen Grundstücken, für die sich die Eigentümer schon seit Jahren nicht mehr interessieren. Zum Beispiel das ehemalige Bekleidungshaus am Eingang zur Fußgängerzone der Burgstraße. Dort rührt die Erbengemeinschaft keinen Finger. Der Stadt sind die Hände gebunden und außer dem Haus, das verfällt, wuchert nun langsam der Hinterhof zu.

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