Kriminalstatistik: Zahl der ausländischen Straftäter steigt / Hohe Aufklärungsquote

„Leben hier relativ sicher“

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Salzwedels Polizeichef Sebastian Heutig (links) und die beiden Behördensprecher Dana Banschus und Frank Semisch. 

Altmarkkreis. Mit 59,4 Prozent haben die Beamten des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel die höchste Aufklärungsquote seit der Wende erreicht.

Das berichtete Kriminalrat Jürgen Faustmann, der gestern zusammen mit Revierleiter Sebastian Heutig die Kriminalstatistik 2017 für den Altmarkkreis vorstellte.

Zwar konnten die Ordnungshüter knapp zwei Prozent mehr Straftaten aufklären, allerdings ist deren Zahl entgegen dem Landestrend gestiegen. 4973 Ermittlungsverfahren wurden im abgelaufenen Jahr abgeschlossen. Das sind 182 Verfahren mehr als vor zwei Jahren. „Wir leben hier relativ sicher“, sagte Heutig. Den stärksten Anstieg habe es bei den Körperverletzungen gegeben. Sie stiegen von 806 auf 912 Fälle im vergangenen Jahr. Ein Tötungsdelikt hat es im Altmarkkreis nicht gegeben, so Faustmann.

Auch die Rauschgift-Kriminalität ist im Landkreis weiter leicht ansteigend. 323 Fälle registrierte die Polizei (plus 40).

Ein signifikanter Rückgang ist bei der Zahl der Ladendiebstähle zu verbuchen. 68 Delikte sind dort weniger zu verzeichnen. 217 Mal wurden Ladendiebe erwischt. Gleichwohl machen die 1683 Diebstähle ein Drittel aller Straftaten im Altmarkkreis aus.

Unterm Strich hat die Salzwedeler Polizei 2190 Tatverdächtige ermittelt. Das ist ein Plus von 48 Personen. Knapp drei Viertel der Verdächtigen waren Männer.

Die Zahl der ausländischen Straftäter stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16 auf 220. Das sind zehn Prozent aller Tatverdächtigen. Einen legalen Aufenthaltsstatus hatten 204 von ihnen. Dabei handelte es sich bei 91 Personen um Asylbewerber, so die Polizei.

Von Jens Schopp

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