Laute Lüftungsanlage der Jahn-Turnhalle nervt Anwohner

Lärmbelästigung in Salzwedel: „Wie in einem Bienenstock“

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Tag der Architektur: Der Magdeburger Architekt Burkhard Przyborowski (l.) führte interessierte Salzwedeler durch die Turnhalle des Jahn-Gymnasiums. Für Unmut bei den Anwohnern sorgt die brummende Lüftungsanlage.

Salzwedel. „Es ist von morgens bis abends ein konstantes Brummen in der Luft, wie in einem Bienenstock“, klagte eine Anwohnerin aus dem Eichenwall am vergangenen Sonnabend bei einer Begehung durch die neue Zweifeldsporthalle des Jahn-Gymnasiums.

Seit gut drei Monaten ist die 2,7 Millionen Euro teure Sportstätte in Betrieb. Doch das moderne schwarz-grüne Gebäude aus Klinkermauerwerk, Fassadenplatten und Alu-Stahl-Konstruktion erfreut nicht alle Salzwedeler.

Im Rahmen des Tages der Architektur führte Turnhallen-Architekt Burkhard Przyborowski durch den energetischen Neubau und stand für Interessierten für Fragen bereit. Neu für den Planer aus Magdeburg waren dabei die Beschwerden einiger Anwohner über die zu laute Lüftungsanlage der Sportstätte.

Doris Flechtner, Hallenwartin am Jahn-Gymnasium, erklärt im Gespräch mit der Altmark-Zeitung, dass das Brummen der Lüftungsanlage weiterhin den ganzen Tag über zu hören sein wird, „aber in dieser Woche werden die Außenfilter gewechselt, dann dürfte es noch mal ein bisschen leiser werden.“ Dass die Anlage zwischen 6 und 22 Uhr durchläuft, müsse aber weiter hingenommen werden. Ohne Be- und Entlüftung wäre es in der energetisch abgeriegelten Halle nämlich nicht auszuhalten. Die Fenster lassen sich nicht öffnen. Ein Punkt, auf den auch Architekt Burkhard Przyborowski verwies. „Die Belüftung der Turnhalle, die durch das Förderprogramm Sachsen-Anhalt Stark III auf dem Schulhofgelände zwischen Jeetze und Katharinenkirche erbaut wurde, kann nur über die in sich geschlossene Anlage und den Erdwärmetauscher erfolgen. Bis sich so eine Anlage eingespielt hat, kann es schon einige Monate dauern,“ erklärt Przyborowski.

Dass es bis vor einigen Wochen noch um einiges lauter war, gibt auch Doris Flechtner zu. „Die Lüftungsanlage war so laut, dass sich selbst Schüler und Lehrer schon beschwert haben. Daraufhin haben wir nachträglich noch zwei weitere Filter eingebaut“, so die Hallenwartin und bittet um Verständnis: „Sollte in den kommenden Tagen weiterhin Unmut über die Lautstärke der Lüftung bestehen, können die Anwohner gerne das Gespräch mit der Schule oder dem zuständigen Hochbauamt des Altmarkkreises suchen.“ Andere Lärmbelästigungen, die Anwohner Ulrich Urban anmerkte, wie Lautsprecherdurchsagen oder das Prellen von Bällen in der Außenanlage, müssten aber als normale Umgebungsgeräusche einer Schule akzeptiert werden, erläutert Flechtner.

Von Katja Lüdemann

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