Landwirtschaft im Mittelpunkt

Ein Schluck an der Milchbar. Diverse Anbieter brachten ihre Produkte an den Mann.

Pretzier. Landesweit 14 Agrarbetriebe öffneten am Sonnabend ihre Tore, um Gästen beim Tag des offenen Hofes einen Einblick in die landwirtschaftliche Produktion zu geben. Die Agrarerzeugergemeinschaft (AEG) Pretzier war gemeinsam mit der Groß Chüdener Bauerngesellschaft einer der Veranstaltungsorte. Zugleich wurde das 20-jährige Betriebsjubiläum der AEG gefeiert. Hunderte Besucher kamen zwischen 11 und 16 Uhr auf das Gelände am Königstedter Weg.

AEG-Geschäftsführer Frank Pieper erinnerte in seiner Begrüßungsrede an den Werdegang des Betriebes. Die AEG wurde am 24. April 1991 gegründet. „Es gab viele Einflüsse und radikale Änderungen“, so Frank Pieper. Die Beschäftigtenanzahl ging auf ein Viertel zurück, der Rinderbestand halbierte sich. Gleichzeitig verdoppelte sich die Milchleistung der Kuh auf durchschnittlich 10 600 Kilogramm. Dazu kommen 3 500 Hektar bewirtschaftete Fläche.

Auf dem Gelände der AEG gab es am Sonnabend viel zu sehen. Technikfreunde konnten sich Landmaschinen vom Mähdrescher bis zum 300 000 Euro teuren Schlepper auf Raupenfahrwerk ansehen. Der Wert aller ausgestellten Fahrzeuge betrug rund zwei Millionen Euro.

Viel Aufmerksamkeit erhielt das 36er-Melkkarussell. Zwei Melker demonstrierten die Anlage, die pro Stunde von knapp 200 Kühen durchlaufen wird.

Ein Bus fuhr zu den umliegenden Feldern der AEG. Die Reisenden bekamen den Feldanbau und die Pflege erklärt.

Den Tag des offenen Hofes nutzten aber auch andere als Bühne. Die Grundschule Pretzier bot ein kleines musikalisches Programm auf. Die Jugendfeuerwehr Chüden-Pretzier zeigte einen Löschangriff. Später hoppelten an gleicher Stelle die Kaninchen von Othmar Möllmann über diverse Hindernisse.

In der Festhalle luden die Altzüchter des Kreisrinderarchives zum Schmökern in alten Unterlagen ein. Nebenan stellten die Jungen Briefmarkenfreunde landwirtschaftliche Exponate aus. Der Kreis-Bauernverband animierte Kinder zum Basteln mit neun verschiedenen Getreidesorten. Und die Landgesellschaft Sachsen-Anhalt hatte kleine Tastboxen aufgestellt, in die neugierige Gäste ihre Hände stecken konnten. Kinder wussten dabei mehr als Erwachsene.

Von Jens Heymann

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