Landwirte satteln um

Seit Anfang August wird auf dem Gelände der Agrargesellschaft Siedenlangenbeck eine 400-Kilowatt-Biogasanlage gebaut. Gestern setzte ein Kran die ersten Wände ein.

Wöpel - Von Jens Heymann. Für viele Landwirte und landwirtschaftliche Betriebe ist die Bioenergie mittlerweile eine ernsthafte Überlegung wert. Auch die Agrargesellschaft Siedenlangenbeck will sich nun neben der Rinderhaltung ein zweites Standbein sichern und baut bis Jahresende auf dem Betriebsgelände eine 400-Kilowatt-Anlage.

Christian Schmidt hat derzeit viel zu tun. Der Chef der Agrargesellschaft Siedenlangenbeck nahe Wöpel muss neben dem täglichen Geschäft auch ein Auge auf die Baustelle hinter den Ställen und Silos werfen. Denn dort wird seit Anfang August an einer 400-Kilowatt-Biogasanlage gebaut. „Bis Jahresende wollen wir fertig sein“, so Schmidt.

In der neuen Anlage soll überwiegend Gülle vergärt werden, dazu Mais- und Grassilage sowie Futterreste. Die Biomasse beschafft der Agrarbetrieb selbst. „Die Gülle kann in einer Biogasanlage effektiver verwertet werden“, weiß der Landwirt. Das entstehende Methangas soll zur Stromerzeugung weiterverwendet werden. Für die Agrargesellschaft ein zweites Standbein.

Positiver Nebeneffekt: Das Ausbringen der Gärrückstände auf dem Acker ist deutlich geruchsangenehmer als reine Gülle. „Und durch die gewissermaßen zusätzliche Verdauung in der Biogasanlage zudem pflanzenverträglicher“, erklärt Christian Schmidt.

Ob darüber hinaus beispielsweise die Abwärme zum Beheizen der Ställe und Räumlichkeiten genutzt werden soll, wollen sich die Wöpeler in Ruhe überlegen. „Wir könnten dann die Heizung abstellen“, so Christian Schmidt.

Übrigens: Die Biogasanlage wird zu großen Teilen von Firmen aus der Altmark (Steinitz, Apenburg) gebaut.

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