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Landrat Ziche: „Ein Meilenstein“

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Von: Holger Benecke

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Richtfest
Bauunternehmer Axel Gruska (v.r.) sprach den Richtspruch mit Landrat Michael Ziche und Architekt Peter Weber. © Benecke, Holger

Ein sichtlich gut gelaunter Landrat stieg gestern der neuen und gemeinsamen Turnhalle für die Lernbehindertenschule „Pestalozzi“ und die Geistigbehindertenschule „Unterm Regenbogen“ aufs Dach. Michael Ziche konnte wieder eine der Früchte ernten, die er in seiner Zeit als Landrat – inzwischen im 14. Jahr und die am 11. Juli endet – gesät hatte.

Salzwedel - „Das heutige Richtfest ist ein Meilenstein auf dem Weg, gute Bedingungen für den Sportunterricht der beiden Förderschulen und natürlich auch für den Vereinssport zu schaffen“, machte Ziche deutlich. Und schilderte die Beweggründe: „Dem Landkreis als Schulträger war es wichtig, mit diesem Projekt nicht nur den zirka 200 Schülerinnen und Schülern der Förderschule für Geistig- und der Förderschule für Lernbehinderte einen modernen, barrierefreien Ort für den Schulsport zu geben, sondern auch während des Baus die Belastung des Naturhaushalts und während der Nutzung den Verbrauch von Energie und Ressourcen möglichst gering zu halten.“

Turnhalle
So soll die neue Turnhalle der beiden Förderschulen aussehen, wenn sie Ende des Jahres fertig ist. © Privat

Der Kreistag hatte, als eine Sanierung der ehemaligen Turnhalle aus den 1970er-Jahren nicht mehr hinauszuschieben war, Vergleiche anstellen lassen – sanieren oder neu bauen. Die Abgeordneten votierten in weiser Voraussicht für einen Neubau. Und ließen auch gleich um-planen. So wird die neue Turnhalle einen Campus zwischen den beiden Bildungseinrichtungen herstellen.

Turnhalle
So präsentierte sich gestern der Neubau zahlreichen Politikern, die zum Richtfest gekommen waren. © Benecke, Holger

Die Kosten indes haben wie bei allen Vorhaben durch das Verteuern der Baustoffe zugelegt. Aus den geplanten 2,63 Millionen Euro sind nun 2,98 Millionen Euro geworden. 1,8 Millionen Euro gab es als Fördermittel, den Rest stemmt der Kreis aus eigener Kraft. Der Kostenanstieg begann schon nach dem Abriss der alten Halle, erinnerte Architekt Peter Weber aus Dresden. Keiner wollte den alten DDR-Bauschutt abnehmen. Das brachte außerdem einen Bauverzug ein. Doch der konnte wieder wettgemacht werden, blickte der Architekt lobend auf den Salzwedeler Bauunternehmer Axel Gruska. „Die Firmen aus der Region haben Hand in Hand gearbeitet. Das sieht man nicht mehr so oft“, so Peter Weber. Besonders wegen der Enge der Baustelle – wenig Platz, um Baumaterialien zu lagern, alles musste gleich verbaut werden, und nicht jeder konnte seinen Kran aufstellen, schilderte der Architekt die gemeisterte Lage. „Die Handwerker verstehen ihr Geschäft, trotz Krisen und Hiobsbotschaften.“

Bauunternehmer Axel Gruska sprach den Richtspruch, dann zerschmetterten er, der Architekt und der Landrat ihre Gläser. Elektriker, Haustechniker und Trockenbauer sind bereits am Werk. Die 16x29 Meter große Einfelderhalle mit Umkleide- und Sanitärbereich – alles barrierefrei – soll Ende dieses Jahres fertig sein und im ersten Quartal 2023 übergeben werden.

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