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Lampen sind besonders gefragt

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Von: Christian Reuter

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Torsten Berger arbeitet als Projektleiter im Sozialdepot Salzwedel. Die Einrichtung versorgt Bedürftige mit Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen und ist dringend auf Spenden angewiesen. © Reuter, Christian

Das Sozialdepot in Salzwedel versorgt Bedürftige mit Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen. Bisher waren die Lager stets gut gefüllt. Doch könnte sich dies angesichts des Ukraine-Krieges bald ändern. Denn auch Flüchtlinge aus diesem Land werden vom Sozialdepot versorgt. „Ich habe Angst, dass in ein oder zwei Monaten alles leer ist“, sagt Projektleiter Torsten Berger. Deshalb ruft er die Bürger auf, Einrichtungsgegenstände zu spenden.

Salzwedel - Besonders gefragt sind derzeit Lampen. „Gestern war eine Familie da, die wollte sieben Lampen, ich konnte aber nur zwei herausgeben. Sonst reicht es für die anderen nicht mehr“, berichtete Berger.

„Ich habe Angst, dass in ein oder zwei Monaten alles leer ist.

Projektleiter Torsten Berger zur Situation im Sozialdepot Salzwedel

Auch Elektrogeräte für den Haushalt werden dringend benötigt, also Herde, Kühlschränke, Waschmaschinen sowie Kaffeemaschinen, Mikrowellen und Toaster. Möbel können ebenfalls gespendet werden.

„Machmal kommen pro Woche zehn ukrainische Familien. Allein in dieser Woche werden sechs Familien mit Möbeln ausgestattet“, informierte der Projektleiter. Sie kämen mit einem Zuweisungsschein vom Sozialamt des Altmarkkreises Salzwedel.

Und ab Juni könnte die Nachfrage noch weiter zunehmen, denn dann hätten auch die Flüchtlinge aus der Ukraine Anspruch auf die umgangssprachlich Hartz IV genannten Leistungen. Um so wichtiger sei es, dass die Bürger die Bedürftigen, egal ob sie aus der Ukraine, aus Deutschland oder einem anderen Land kommen, mit Spenden zu unterstützen.

Wer den Menschen helfen will, kann sich direkt an das Sozialdepot wenden, das am Kristallweg 8 zu finden ist (direkt neben dem Haack-Fachmarkt). Geöffnet ist von Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr. Telefonisch ist das Depot mit dem Möbelfundus unter der Nummer (01 71) 30 60 853 zu erreichen. „Eine vorherige Absprache ist auf jeden Fall notwendig. Einfach vorbeikommen mit einer Fuhre Möbel oder anderen Dingen und die hier abladen, das geht nicht“, stellte Torsten Berger klar.

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